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Club der gebrochenen Herzen Ein Meilenstein des Gay-Cinema wird in L.A. geehrt

Von ms - 30.03.2026 - 16:00 Uhr
Club der gebrochenen Herzen
Foto: IMAGO / Everett Collection
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Er wurde zum Kultfilm der schwulen Community und feiert jetzt einen ganz besonderen Geburtstag: Die Rede ist vom schwulen Romantikfilm „Der Club der gebrochenen Herzen“ (The Broken Hearts Club). Der lebensfrohe Streifen begeht sein 25-jähriges Jubiläum Ende April mit einer großen Open-Air-Vorführung im West Hollywood Park. Für diese einmalige Reunion kommen Darsteller und Kreativteam zusammen. Gleichzeitig dient die Veranstaltung als Spendenaktion für die LGBTIQ+-Community.

Wiedersehen mit Freunden 

Das Event, präsentiert von Street Food Cinema und Pride House Los Angeles, umfasst unter anderem ein Live-Gespräch mit Billy Porter und Zach Braff sowie mit Drehbuchautor und Regisseur Greg Berlanti und Produzent Mickey Liddell. Die Einnahmen des Abends fließen an Pride House LA/WeHo und den Team OutAthlete Fund, die sich beide für die Förderung von LGBTIQ+-Inklusion im Sport engagieren.

Der im Jahr 2000 veröffentlichte Film kam zu einer Zeit heraus, als schwule Geschichten nur selten von großen Studios unterstützt wurden, insbesondere im Bereich der romantischen Komödie. Zumeist kamen Storys in den Verleih, die für schwule Charaktere nur das Schlimmste übrig hatten: Aids, Einsamkeit, Leben als Stricher, Verzweiflung, Entfremdung von der Familie. Der Film indes erzählt lebensfroh und augenzwinkernd von einer engen Gruppe schwuler Freunde in West Hollywood, die Liebe, Ambitionen und Enttäuschungen erleben. Zentral ist dabei die Dynamik einer gewählten Familie, die bis heute nachklingt.

Karrierestart für Zach Braff 

Die Ensemble-Besetzung umfasst unter anderem Timothy Olyphant (Stirb langsam 4), Justin Theroux und Jennifer Coolidge, mit John Mahoney in der Rolle des Mentors und Barbesitzers der Gruppe. Für mehrere Schauspieler markierte der Film einen frühen Karriereschritt vor ihrem Durchbruch, allen voran für Zach Braff, der ein Jahr nach dem Kinofilm mit „Scrubs – Die Anfänger“ durchstartete. Gedreht in und um West Hollywood, dokumentiert der Film eine vergangene Ära schwulen Nachtlebens und Freundschaften. Im Laufe der Jahre entwickelte er sich immer mehr zu einem Kultstreifen, weniger wegen den großen Handlungstwists, sondern wegen seiner emotionalen Nähe und Vertrautheit.

Schwule Geschichten der Community

Die Premiere fand damals beim Sundance Film Festival statt, bevor der Film in die Kinos kam, und markierte den Beginn der Regie-Karriere von Greg Berlanti (Riverdale, Titans, You, Brothers & Sisters), der später zu einem der produktivsten Fernsehproduzenten wurde. Das Werk gilt bis heute als zentraler Bestandteil seines Schaffens, da es schwule Beziehungen in den Mittelpunkt stellt und dabei Humor, Freundschaft sowie die komplexe Realität von Dating innerhalb eines engen sozialen Umfelds beleuchtet. Seine Erfahrungen konnte er in weiteren schwulen Filmstoffen einfließen lassen, er führte Regie bei „Love, Simon“ und war als Produzent aktiv für „Royal Blue“. 

Die Jubiläums-Vorführung soll jedoch nicht nur nostalgische Gefühle wecken. Sie gibt auch einen Ausblick auf die zukünftigen Projekte von Pride House LA/WeHo, das während der Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles eine größere Präsenz plant. Ziel ist es, West Hollywood zu einem globalen Zentrum für LGBTIQ+-Sportkultur zu machen, mit Programmen von Public Viewing über Performances bis hin zu Community-Events.

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