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Auszeichnung für Engagement Verdienstmedaille der Bundesrepublik für CSD-Aktivistin

Von ms - 24.03.2026 - 10:00 Uhr
Auszeichnung für Engagement
Foto: Instagram / mellydoden / Blackys Fotos
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Für ihr langjähriges Engagement im Bereich Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlicher Toleranz wurde die bekannte lesbische CSD-Organisatorin Melly Doden (rechts im Bild) aus Niedersachsen jetzt mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Ehrung nahm Landrat Olaf Meinen (mittig im Bild) stellvertretend für den Bundespräsidenten vor.

Haltung in Niedersachsen

Meinen betonte in seiner Ansprache, dass Dodens Einsatz „Haltung zeigt – konsequent, mutig und mit ganz viel Herz“. Besonders in schwierigen Zeiten sei ihr Engagement „wichtiger denn je“. Doden selbst äußerte ihre Dankbarkeit auf Instagram: „Die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland entgegennehmen zu dürfen, war und ist für mich eine große Ehre, die keinesfalls selbstverständlich ist und dies für mich auch nie sein wird. Ich nehme diese Auszeichnung an und bin unfassbar glücklich und dankbar, dass ich und all die Menschen, die mir jahrelang den Rücken gestärkt haben, mit Stolz auf diese Auszeichnung blicken können.“ Die lesbische Aktivistin hatte 2014 den ersten Christopher Street Day in Aurich ins Leben gerufen und leitete die Veranstaltung bis 2025. In diesem Jahr übernimmt Stefan Obermaier die Verantwortung für den Pride in Niedersachsen. 

Hasskriminalität in Niedersachsen

Wie wichtig der Einsatz für LGBTIQ+ im Bundesland ist, offenbaren auch die jüngsten Zahlen zur Hasskriminalität gegen die Community im Land. In Niedersachsen ist die Zahl der Straftaten gegen Menschen der LGBTIQ*-Community in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Das Innenministerium bestätigte, dass viele Vorfälle gerade im Zusammenhang mit CSD-Veranstaltungen registriert wurden.

Laut Angaben von Max-Frederik Röhr, Sprecher des Innenministeriums, haben die Gesamtzahl der gemeldeten Taten seit 2020 um rund 470 Prozent zugenommen, in Summe waren es 211 Übergriffe im Jahr 2024, wobei weitere rund 140 Vorfälle statistisch nicht eindeutig zuzuordnen seien und zudem zu bedenken gilt, dass nur zehn Prozent aller Arttacken überhaupt gemeldet und somit registriert werden (EU-Grundwertagentur). Das Ministerium geht davon aus, dass das hohe Niveau der Straftaten auch in Zukunft anhalten könnte. „Die nach wie vor nicht vollständige gesellschaftliche Akzeptanz geht mit entsprechenden Taten einher“, so Röhr. 

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