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Urteil in London 26-Jähriger zockte Schwule mit Liebesversprechen hab

Von ms - 20.03.2026 - 09:30 Uhr
Urteil in London
Foto: iStock / oatawa
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Ein Mann, der über Dating-Apps Schwule betrog und damit insgesamt mehr als 28.000 britische Pfund ergaunerte, wurde jetzt zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Der 26-jährige Thomas Godden hatte zwischen Juli 2022 und November 2024 drei Männer manipuliert, indem er sie glauben ließ, in romantischen Beziehungen mit ihnen zu stehen.

Missbrauch von Vertrauen

Godden forderte von den Opfern immer wieder Geld für angebliche Alltags- und Reisekosten und versicherte ihnen, die Beträge zurückzuzahlen. Einer der Männer überwies mehr als £26.000. Die Ermittlungen der City of London Police ergaben, dass Godden die Dating-Apps Tinder und Bumble gezielt nutzte, um seine Opfer zu finden. Er stellte sich als schwuler Mann dar, der auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung war. In Wirklichkeit ist Godden jedoch heterosexuell.

„Godden zielte bewusst auf Männer ab, die nach Gesellschaft und einer echten emotionalen Verbindung suchten. Er missbrauchte ihr Vertrauen, manipulierte ihre Schwächen und fügte ihnen erheblichen finanziellen und emotionalen Schaden zu“, erklärte Detective Constable Melissa Morgan von der Londoner Polizei. Sie bezeichnete das Vorgehen als „berechneten Betrug durch falsche Darstellung“, der kein Missverständnis oder zivilrechtlicher Streit, sondern eine klare Straftat sei.

Emotionale Erpressungen

Als die Opfer versuchten, das Geld zurückzufordern, wurde Godden laut Polizei „feindselig, machte Ausreden oder drohte, den Kontakt abzubrechen“. In einigen Fällen habe er auch emotionale Erpressung angewendet, indem er mit Selbstmorddrohungen versuchte, die Kontrolle zu behalten und weiterhin Geld zu erhalten. Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass Godden die Dating-Apps ausschließlich zur Beschaffung von Geld nutzte. Seine Internet-Suchhistorie wies Fragen auf wie „Kann man für Romance Scamming ins Gefängnis gehen?“ und „Kann man die Polizei rufen, wenn jemand einem Geld schuldet?“. Godden bekannte sich im Dezember 2025 in drei Fällen des Betrugs durch falsche Darstellung schuldig, weswegen er jetzt vom Canterbury Crown Court zu drei Jahren Haft verurteilt wurde.

Ein Sprecher von Bumble, einer der betroffenen Dating-Apps, sagte: „Wir sind zutiefst besorgt, wenn jemand unsere Community ausnutzt, und sind traurig, von diesen Erfahrungen zu hören. Die Sicherheit unserer Mitglieder hat für uns oberste Priorität, und betrügerische Aktivitäten werden bei Bumble nicht toleriert.“ Die Polizei ruft Opfer von Betrugsfällen auf Dating-Apps weiterhin dazu auf, Vorfälle zu melden und sich nicht von falschen Versprechungen oder emotionalen Manipulationen in die Irre führen zu lassen.

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