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Iran-Krieg: Lage verschärft sich für Minderheiten

Kritik an Trump-Narrativen Iran-Krieg: Lage verschärft sich für Minderheiten

mr - 06.03.2026 - 14:30 Uhr
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In Iran senden die Kämpfe zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und der Islamischen Republik Schockwellen durch die Bevölkerung, doch queere Aktivistinnen und Aktivisten wie Shadi Amin mahnen, diesen Krieg nicht als Schlacht für Demokratie oder Menschenrechte misszuverstehen. Die Organisation 6Rang, die sich für LGBTIQ+-Personen einsetzt, macht klar: Inmitten von Bombardierungen und geopolitischen Strategien geraten marginalisierte Gruppen in noch größere Gefahr.

 

Kriegsrealität trifft Minderheiten besonders hart

Während internationale Beobachterinnen und Beobachter den Tod von Ayatollah Khamenei und die Unsicherheit im Land aufmerksam verfolgen, sprechen iranische Aktivistinnen und Aktivisten von gesteigerter Angst. Menschen, die ohnehin durch das politische System diskriminiert werden – darunter insbesondere trans* Personen, queere Minderheiten, Frauen sowie ethnische Gruppen – erleben in Konfliktzeiten erhöhte Bedrohung. Berichte aus der Region belegen, dass gerade jetzt Zivilpersonen am stärksten betroffen sind: Neben alltäglicher Unsicherheit nehmen auch Angriffe auf Aktivistinnen und Aktivisten sowie willkürliche Verhaftungen zu. UN-Organisationen heben hervor, dass in Notlagen marginalisierte Bevölkerungsgruppen häufig keinen Zugang zu rechtlicher Unterstützung finden.

 

Scharfe Kritik an westlichen Narrativen

Deutliche Worte findet Amin auch für außenpolitische Einflussnahmen. Aussagen wie die von Donald Trump, der sich immer wieder als Unterstützer demokratischer Bestrebungen im Iran präsentierte, stoßen auf Ablehnung. „Diese Kriegshandlungen haben nichts mit dem Schutz von Rechten oder Demokratie zu tun“, stellt Amin klar. Aktionen externer Akteure hätten vielmehr eine humanitäre Krise ausgelöst, während die Erwartungen vieler Iranerinnen und Iraner auf ein Eingreifen fehlgeleitet gewesen seien. Die Gefahr, so Expertinnen und Experten, bestehe nun in schwerwiegenden Repressionen, etwa gegen politische Gefangene.

 

Schatten auf Frauen- und Minderheitenbewegungen

Das andauernde Regime bewahrt unter Führung von Mojtaba Khamenei weiterhin seine Strukturen und setzt auf Härte. Die Hoffnungen des in den letzten Jahren erstarkten zivilgesellschaftlichen Engagements – symbolisiert durch Slogans wie „Frau, Leben, Freiheit“ – drohen im aktuellen Ausnahmezustand unterzugehen. Internationale Menschenrechtsinitiativen berichten von kollektivem Schweigen und Angst, insbesondere in der queeren Community. Mehr als zwanzig Monate nach dem Beginn der Protestwelle bleibt die Gefahr, dass politische Anliegen geopfert werden.

 

Unsichtbarkeit als Überlebensstrategie

Für viele LGBTIQ+-Iranerinnen und -Iraner bedeutet der Kriegszustand ein Rückzug ins Verborgene. Nicht aus Wahl, sondern als Strategie gegen Gewalt und staatliche Kontrolle. Die Folgen werden international kaum beachtet, doch jede Eskalation verschärft bestehende Diskriminierungen. Es bleibt die Frage, wie viel Raum für Hoffnung und Rechte bleibt, wenn globale Großmächte ihre Interessen austragen – und ob der weltweiten Öffentlichkeit die Stimmen der Betroffenen durchdringen.

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