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Vom Popstar zum Berater
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Vom Popstar zum Berater Ex-Clean-Bandit-Star Neil Amin-Smith als Wirtschaftsberater

ms - 19.08.2026 - 18:45 Uhr
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Neil Amin-Smith hat einen ungewöhnlichen Berufsweg hinter sich. Der schwule ehemalige Violinist und Keyboarder der Popgruppe Clean Bandit wechselte von der Musik in die Politik. Laut Daily Mail wurde er nun zum Wirtschaftsberater des neuen britischen Premierministers Andy Burnham ernannt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Neil Amin-Smith war von 2008 bis 2016 Violinist und Keyboarder der Popgruppe Clean Bandit.
  • Mit „Rather Be“ gewann die Band einen Grammy und erreichte Platz eins der britischen Charts.
  • Amin-Smith war rund ein Jahr mit Olly Alexander von Years and Years und It’s A Sin liiert.
  • Nach seinem Abschied von Clean Bandit wechselte er in die Wirtschaftspolitik.
  • Er arbeitete beim Institute for Fiscal Studies und später als leitender politischer Berater im britischen Finanzministerium.
  • Amin-Smith beriet Rachel Reeves und wurde nach dem Labour-Wahlsieg 2024 ihr leitender Sonderberater.
  • Laut Daily Mail wurde er nun zum Wirtschaftsberater des neuen Premierministers Andy Burnham ernannt.
  • Zuvor hatte Amin-Smith Angebote des britischen Außenministeriums und des Geheimdienstes MI6 abgelehnt.

Vom Grammy-Gewinner zum Wirtschaftsberater

Amin-Smith war von 2008 bis 2016 Mitglied von Clean Bandit. In dieser Zeit gewann die Band einen Grammy für „Rather Be“, zusammen mit Jess Glynne. Der Song erreichte zudem Platz eins der britischen Charts. Auch abseits der Musik wurde Amin-Smith bekannt. Er war rund ein Jahr mit Olly Alexander liiert, der durch Years and Years und die Serie „It’s A Sin“ bekannt wurde. Die Beziehung endete 2015. Amin-Smith verließ Clean Bandit 2016. Sein letzter Auftritt mit der Gruppe war bei „Tears“. Im April 2025 kehrte er kurzzeitig für den Song „Tell Me Where U Go“ zurück.

Nach seinem Abschied von Clean Bandit wechselte Amin-Smith in die Wirtschaftspolitik. Er arbeitete zunächst beim Institute for Fiscal Studies (IFS). 2019 verließ er das Institut und wurde leitender politischer Berater im britischen Finanzministerium HM Treasury. 2022 war er dort Berater der damaligen Schatten-Finanzministerin Rachel Reeves. Nach dem Wahlsieg der Labour-Partei bei der Parlamentswahl 2024 wurde Amin-Smith leitender Sonderberater von Reeves, die anschließend Finanzministerin wurde. Der frühere Popstar wurde außerdem Mitglied ihres Economic Advisory Council. Dort war er für politische Fragen zuständig, die die City of London betrafen. Nach Angaben der Daily Mail ist Amin-Smith nun zum Wirtschaftsberater von Premierminister Andy Burnham ernannt worden.

Ein „ungewöhnlich attraktiver“ Mann 

Neben seiner beruflichen Laufbahn sorgt auch Amin-Smiths Auftreten für Aufmerksamkeit. 2024 sagte ein anonymer Mitarbeiter des britischen Finanzministeriums gegenüber Politico: „Er ist ungewöhnlich attraktiv und ziemlich stilvoll.“ Ein ehemaliger Labour-Funktionär betonte: „Er ist ein sehr, sehr attraktiver Mann. Er ist ein bisschen ein Popstar, aber er trägt das nicht zur Schau. Es ist eine Art ruhige, selbstbewusste Coolness.“ Amin-Smith verfügt allerdings nicht nur über musikalische Erfahrung. Er besuchte die private Westminster School, gemeinsam mit der späteren Clean-Bandit-Musikerin Grace Chatto. Anschließend studierte er an der Universität Cambridge am Jesus College. Dort machte er einen BA in Geschichte. 2013 erwarb er außerdem einen MPhil in Wirtschaftswissenschaften.

Außenministerium und MI6

Schon zu dieser Zeit war Amin-Smith offenbar gefragt. Er lehnte Angebote für Stellen beim britischen Außenministerium und beim Geheimdienst MI6 ab. Stattdessen entschied er sich für die Musik und Clean Bandit. Zur Gruppe gehörten neben Amin-Smith Jack Patterson, Grace Chatto, Love Ssega und Pattersons Bruder Luke. Chatto und Patterson waren damals ein Paar. 2015 sagte Amin-Smith, die Angebote seien „sehr verlockend“ gewesen, er habe aber „keine wirklichen Reuegefühle“. Dem Daily Telegraph sagte er außerdem: „Ich glaube nicht, dass ich unbedingt im nationalen Interesse hätte arbeiten wollen.“ Offenbar änderte sich seine Haltung später. Sein Weg führte ihn schließlich doch in die Politik: Aus dem Popstar und Grammy-Gewinner wurde ein Wirtschaftsexperte und politischer Berater.

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