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Lehrer und LGBTIQ+-Schüler Schule kann viel zum Positiven verändern

Von ms - 19.08.2026 - 14:00 Uhr
Lehrer und LGBTIQ+-Schüler
Foto: iStock / skynesher
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Unterstützende Lehrkräfte und der Rückhalt durch Freunde können für homosexuelle sowie trans* und nicht-binäre Jugendliche entscheidend für eine positive Schulerfahrung sein. Das geht aus einer neuen gemeinsamen Auswertung des Trevor Projects und der Organisation Glisten hervor. Die Ergebnisse beruhen auf zwei großen Untersuchungen aus dem Jahr 2025 und wurden nun veröffentlicht.

Das Wichtigste im Überblick

  • Eine gemeinsame Auswertung von Studien von The Trevor Project und Glisten untersucht die Situation von LGBTIQ+- Jugendlichen.
  • Unterstützende Lehrkräfte stehen demnach in direktem Zusammenhang mit besseren schulischen Leistungen.
  • 97 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, mindestens eine unterstützende Lehrkraft oder pädagogische Fachkraft zu haben.
  • Je mehr unterstützende Erwachsene die Jugendlichen an ihrer Schule hatten, desto höher war der geschätzte Notendurchschnitt.
  • Auch der Kontakt zu anderen LGBTIQ+-Jugendlichen wirkte sich positiv auf die schulischen Leistungen aus.
  • Gleichzeitig berichteten 56 Prozent von mindestens einer diskriminierenden Regel oder Praxis an ihrer Schule. 

Mehr Unterstützung, bessere Noten

„Diese neue Forschung zeigt uns, dass schulische Umgebungen eine starke Rolle dabei spielen können, ob queere Schülerinnen und Schüler in der Schule erfolgreich sind oder Schwierigkeiten haben“, sagte Dr. Derrick Matthews, Forschungsleiter beim Trevor Project. Die Daten zeigten zugleich erhebliche Probleme. Dazu gehörten diskriminierende Regelungen ebenso wie Fehlzeiten aus Sorge um die eigene Sicherheit. Gleichzeitig gebe es konkrete Möglichkeiten für Lehrkräfte und Schulverantwortliche, die Jugendlichen zu unterstützen, so Matthews.

Die Auswertung der 2025 U.S. National Survey on the Mental Health of LGBTQ+ Young People des Trevor Project und der 2025 National School Climate Survey von Glisten zeigt einen auffälligen Zusammenhang: Je mehr unterstützende Lehrkräfte und andere Beschäftigte die Jugendlichen an ihrer Schule hatten, desto höher war ihr geschätzter Notendurchschnitt. Ein ähnlicher Zusammenhang zeigte sich beim Kontakt zu anderen LGBTIQ+-Jugendlichen. Wer keine anderen LGBTIQ+-Jugendlichen kannte oder wenig Kontakt zu ihnen hatte, hatte im Durchschnitt auch einen schlechteren Notendurchschnitt. 56 Prozent der befragten queeren Jugendlichen berichteten, dass es an ihrer Schule mindestens eine Regel oder Praxis gebe, die sich diskriminierend gegen LGBTIQ+-Schüler richte. Gleichzeitig gaben 97 Prozent an, mindestens eine unterstützende pädagogische Fachkraft zu haben.

Jugendliche engagieren sich 

Die Studie verweist zudem auf ein hohes Maß an Aktivismus unter den Befragten. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) hatte mindestens eine politische oder gesellschaftliche Aktion angeführt. Sie beteiligten sich etwa an Veranstaltungen oder Kampagnen zu LGBTIQ+-Themen, sprachen bei öffentlichen Anhörungen oder engagierten sich in Schulbeiräten, Arbeitsgruppen und anderen Gremien. Auch Sichtbarkeit könne das Wohlbefinden stärken, heißt es in den Interviews. Die Autoren der Untersuchung betonen, dass die Jugendlichen selbst am besten wüssten, was ihnen Sicherheit und Unterstützung gebe.

„Wenn Schulen und Schulbezirke Richtlinien und Praktiken überprüfen, die queere Schüler betreffen, ist es entscheidend, dass die Stimmen der Schüler bei Entscheidungen über ihre Bildung und ihr Wohlergehen im Mittelpunkt bleiben“, schreiben sie. Die Forschung zeige, „dass Schüler wissen, was ihnen hilft, sich sicher und unterstützt zu fühlen: unterstützende Lehrkräfte, akzeptierende Mitschüler, inklusive Räume und die Möglichkeit, als die Person anerkannt zu werden, die sie sind.“ Für die Zukunft müssten Schulen deshalb sowohl schädliche und diskriminierende Erfahrungen verringern als auch jene Unterstützungsangebote ausbauen, die Zugehörigkeit, aktive Teilhabe und schulischen Erfolg fördern, heißt es in der Studie. 

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