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US-Pastor greift falschen trans* feindlichen Mythos auf
Foto: © iStock / SDI Production
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Schul-Katzenklos für "Furries" US-Pastor greift falschen trans* feindlichen Mythos auf

mr - 06.03.2026 - 15:30 Uhr
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Die Falschbehauptung über Katzenklos an US-Schulen – ein entlarvter trans* feindlicher Mythos.

 

Absurde Gerüchte erreichen neue Welle

Ein langwieriges und längst widerlegtes Gerücht sorgt erneut in den Vereinigten Staaten für Aufregung: Die Behauptung, an öffentlichen Schulen stünden Katzenklos für Kinder, die sich als Katzen identifizieren. Diese Geschichte, verbreitet in sozialen Medien und auch von prominenten Vertreterinnen und Vertretern konservativer Kreise, wurde in den vergangenen Tagen unter anderem vom evangelikalen Pastor Tony Suarez in Tennessee erneut aufgegriffen. Er warnte, Schulen hätten angeblich „Katzenklos für Schülerinnen, die sich als "Furries" ausgeben“. Diese absurde Falschinformation findet Echo bei Gesetzgeberinnen und Gesetzgebern, die daraus Argumente gegen die Anerkennung geschlechtlicher Identitäten konstruieren.

 

Faktenlage: Keine Nachweise trotz intensiver Suche

Obwohl sowohl Medien als auch lokale Schulbehörden in mehreren US-Bundesstaaten entsprechende Gerüchte immer wieder geprüft haben, gibt es keinerlei Bestätigung für die Existenz solcher Maßnahmen. In mindestens 20 Fällen nannten Politikerinnen und Politiker konkrete Schulen, die angeblich Katzenklos eingeführt hätten; alle betroffenen Einrichtungen haben dies umgehend dementiert. Eine Ausnahme stellte ein Notfallplan in einigen Schulen in Colorado dar: Hier wurde Katzenstreu im Rahmen von Schutzmaßnahmen gegen Amokläufe eingesetzt, damit Kinder im Falle einer stundenlangen Ausgangssperre im Klassenraum die Toilette ersetzen konnten. Mit geschlechtlicher Identität oder der sogenannten Furry-Community hatte dies nichts zu tun.

 

Stimmen zur aktuellen Entwicklung

Dominierende Stimmen aus Bildungswesen und Zivilgesellschaft betonen: „Es gibt keinerlei Bestrebungen, tierisches Verhalten zu normalisieren oder Kindern zu erlauben, sich als Tiere zu begreifen. Solche Gerüchte sind Teil gezielter Angriffe auf trans* Menschen und LGBTQ+-rechte.“ Auch führende Medien von Fact-Checking-Plattformen bis zu nationalen US-Nachrichten, verweisen auf fehlende Belege.

 

Kurz erklärt: Ursprung und Motive des Mythos

Der Ursprung dieser Legende lässt sich bis mindestens in die 2010er-Jahre zurückverfolgen, als an US-Schulen erste Maßnahmen zur Anerkennung von trans*, nicht-binären und geschlechtsuntypisch auftretenden Kindern eingeführt wurden. Diverse populistische Akteure instrumentalisierten das Thema, zuletzt in TV-Shows und Podcasts. Sie setzen solche Gerüchte gezielt ein, um gesellschaftliche Debatten über geschlechtliche Vielfalt mit Unsicherheit und Angst zu aufzuladen.

 

Warum der Fake gefährlich ist

Die erneute Verbreitung des Katzenklo-Hoax verschärft das Klima für LGBTIQ+-Schüler und Schülerinnen sowie deren Familien. Es lenkt von echten Herausforderungen wie fehlenden Schutzmaßnahmen, Diskriminierung und mangelnder gesundheitlicher Versorgung ab. Wie Schulen und Gesellschaft künftig mit gezielten Desinformationskampagnen umgehen, bleibt eine offene Frage – klar ist aber: Transparenz und Faktenorientierung sind das wirksamste Gegengift.

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