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CSD Cloppenburg fällt aus Appell an die Community für mehr Mitarbeit

Von ms - 05.03.2026 - 08:30 Uhr
CSD Cloppenburg fällt aus
Foto: iStock / Spitzt-Foto
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In Cloppenburg wird es in diesem Jahr keinen Christopher Street Day geben. Der Verein hinter der Veranstaltung erklärte jetzt, dass zu wenige Ehrenamtliche zur Verfügung stehen, um die Organisation zu stemmen. Man sehe sich daher derzeit nicht in der Lage, die „Planung und Durchführung einer politischen Demonstration mit Abschlusskundgebung und Rahmenprogramm sicherzustellen.“

Zu wenig Kapazitäten

Dabei betont das CSD-Team: „Wir bedauern sehr, dass wir den CSD 2026 nicht durchführen können.“ Und Vorstandsmitglied Nino Rudolph erklärte weiter: „Schweren Herzens haben wir entschieden, die jährliche Demonstration zum Christopher Street Day im Jahr 2026 nicht durchzuführen. Der CSD ist und bleibt ein unverzichtbares Zeichen für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten. Um eine Veranstaltung in der gewohnten Qualität, Sicherheit und politischen Aussagekraft auf die Beine zu stellen, braucht es jedoch ein engagiertes und ausreichend besetztes Team. Diese Kapazitäten stehen uns derzeit leider nicht zur Verfügung." 

Appell an die Community 

Die Absage betrifft sämtliche Programmpunkte und Aktionen, die üblicherweise zum CSD gehören. Seit 2014 gibt es i Cloppenburg einen CSD: „In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche politische Forderungen der CSD-Bewegung erfolgreich vorangebracht werden. Als gesellschaftliche Minderheit bleibt es jedoch unsere Aufgabe, das politisch Erreichte zu sichern und weiter auszubauen. Dafür müssen wir mit unseren Anliegen sichtbar bleiben“, so Rudolph weiter. 

Für 2027 plant der Verein ein „neues, kraftvolles Zeichen für Gleichberechtigung und Vielfalt“ und richtet einen Appell an die Community mit der Bitte um freiwillige Helfer. Im letzte Jahr waren rund 400 Menschen zum CSD gekommen, Bürgermeister Neidhard Varnhorn hatte dazu erklärt: „Wer glaubt, wir hätten doch eigentlich schon alles erreicht, dass die Gleichstellung geklärt sei und dass sich heute wirklich niemand mehr vor seinem Outing fürchten müsse, der möge bitte einen Tag lang mit einem schwulen Teenager in der Schule tauschen. Erst dann wird klar, warum Demos wie diese weiterhin notwendig sind.“

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