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Björn Ulvaeus und die Community

Abba und die Community Die besondere Verbindung zwischen Schwulen und der Popband

ms - 18.02.2026 - 16:00 Uhr
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Der ABBA-Mitbegründer Björn Ulvaeus (80) hat in einem Gespräch mit dem ersten offen schwulen Abgeordneten von Hove und Portslade, Peter Kyle aus Großbritannien, über den besonderen Bezug der Community zu ABBA gesprochen. Ulvaeus, der zusammen mit Benny Andersson, Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad die schwedische Popgruppe prägte, erklärte, dass die Musik der Band bei der schwulen Community schon sehr früh eine besondere Resonanz gefunden habe und bis heute finde.

Dankbar für die Gay-Community

ABBA, bekannt für ihre weltberühmten Hits wie „Dancing Queen“, „Gimme! Gimme! Gimme!“ sowie „Mamma Mia“ und „Money, Money, Money“, wird in vielen Teilen der Gay-Community als schwule Ikone verehrt. „Es ist schrittweise passiert“, sagte Ulvaeus über den schwulen Ikonen-Status von ABBA. „Keiner von uns wusste wirklich, warum, aber wir waren dankbar und glücklich, dass es so war.“ Auf die Frage, wie es zu dieser Entwicklung kam, scherzte er: „Wir sind zwei heterosexuelle Paare, sogar verheiratet, weißt du? Sehr langweilig.“ Trotz der heterosexuellen Orientierung aller Bandmitglieder fügte Ulvaeus hinzu: „Ich war immer sehr dankbar… Ich meine, wir sind Schweden, und wir sind offen. Und von Anfang an extrem liberal.“ 

Herzschmerz und Herausforderungen

Peter Kyle, der in seiner Jugendzeit in der schwulenfeindlichen Ära von Section 28 aufwuchs, sprach ebenfalls darüber, wie die Texte von ABBA bei ihm Anklang fanden. „Ich denke, es liegt daran, dass die Texte ziemlich melancholisch sind und von Herausforderungen, Herzschmerz und den echten Schwierigkeiten im Leben sprechen“, so Kyle. Zudem beschrieb er auch, wie die Mischung aus ABBAs fröhlichem Sound und den tiefgründigen Texten für ihn eine Art „Inbegriff dessen war, wie es sich anfühlt, schwul zu sein.“

Ulvaeus erklärte daraufhin, dass ABBAs Musik tief in der schwedischen Volksmusik verwurzelt sei: „Fröhlich und traurig zugleich.“ Er hob auch hervor, dass die Stimmen von Fältskog und Lyngstad die Melodien ihrer Lieder „jubilierend“ bereicherten. Peter Kyle erwähnte auch ABBAs bedeutenden Einfluss auf das Vereinigte Königreich und wies darauf hin, dass ihre virtuelle Konzertreihe ABBA Voyage in London Milliarden von Einnahmen erzielt und Tausende von Arbeitsplätzen gesichert habe. 

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