„Da gehört ein Mann dazu“ Vanessa Borck queerfeindlich angegriffen
Vanessa Borck, Influencerin und einstige „Princess Charming“, bekommt kurz vor ihrem Debüt bei „Let's Dance“ auf RTL zahlreiche queerfeindliche Hassnachrichten – und das nur, weil sie mit einer Frau tanzen möchte. Die sonst so unbeirrbar wirkende Mutter einer Tochter offenbart: Die Anfeindungen gehen ihr näher als angenommen.
Kaum kündigt Vanessa Borck an, dass sie als Frauen-Tanzpaar antritt, schlägt ihr eine Welle von Intoleranz entgegen. Kommentare wie „Es sieht einfach komisch aus“ und „Da gehört ein Mann dazu“ erreichen sie gleich massenhaft – als hätten wir 2026 immer noch nicht verstanden, dass Tanz ein Ausdruck von Vielfalt, nicht von Geschlechterklischees ist. Wer jetzt glaubt, Borck habe als erfahrene Influencerin ein dickes Fell, liegt daneben. Sie gibt zu, dass die ständigen Angriffe auf ihre Sexualität selbst ihre starke Seite ins Wanken bringen.
Ein Tanzpaar sorgt für Gesprächsstoff
Obwohl seit Kerstin Ott‘ Tanz mit Regina Luca 2019 queere Paare auf dem Parkett nicht neu sind, ist die Empörung groß. Borck selbst macht klar: Sie tanzt offen lesbisch, steht stolz zu ihrer Identität, hatte auf YouTube als Paar mit ihrer Ex-Partnerin zahlreiche Fans – aber so direkt und heftig ist sie mit hässlichen Stimmen noch nie konfrontiert worden. Manche Zuschauerinnen und Zuschauer begründen ihre Kritik ganz klassisch mit Rollenbildern: Ein Mann, eine Frau, bitte – alles andere wirke „nicht richtig“. Dabei will Borck vor allem eins: als Frau mit einer Frau tanzen dürfen und dabei für die Sichtbarkeit queerer Liebe kämpfen.
„Ich lasse mich nicht runterziehen!“
Zwar sind die Nachrichten für Borck schmerzhaft, der Promi will sich jedoch nicht beirren lassen. Sie verspricht, ihre Aufmerksamkeit Menschen zu schenken, die ihr Zuspruch senden, und hofft, dass das Jury-Aus für sie später einzig technisch begründet wird. Ihre Fans wünschen sich in der aktuellen Staffel ohnehin mehr Diversität und setzen auf Borck, das gebrochene Tabu zum neuen Standard werden zu lassen.
Sichtbarkeit auf schmerzhaften Sohlen
Ein kleiner Dämpfer für die Probenfreude: Nach einem Treppensturz kämpft Borck nun mit blauen Flecken und einem geprellten Zeh. Sie nimmt es mit Humor, lässt sich aber von einem Klischee nicht bremsen: Frauen-Tanzpaare sind gekommen, um zu bleiben. Die Hoffnung: Künftig sorgt so eine Ankündigung mehr für laute Jubelrufe als für anonyme Hasstiraden.