Direkt zum Inhalt
Chappell Roan verlässt Musikagentur

Files erreichen Musikbranche Chappell Roan verlässt Musikagentur nach Epstein-Skandal

kk - 10.02.2026 - 16:30 Uhr
Loading audio player...

Der Epstein-Skandal erreicht die Musikbranche und Superstar Chappell Roan zieht Konsequenzen: Nachdem brisante E-Mails zwischen der im Gefängnis sitzenden Komplizin von Jeffrey Epsein, Ghislaine Maxwell und dem Gründer der Musikagentur Wasserman Music Agency, Casey Wasserman, aufgetaucht sind, verlässt die lesbische Sängerin das Unternehmen.

Lesbische Sängerin mit Haltung

Chappell Roan reagiert damit sofort auf die neuesten Enthüllungen aus den vom US-Justizministerium veröffentlichten Files.

„Mit dem heutigen Tag werde ich nicht länger von Wasserman vertreten, der Talentagentur unter der Leitung von Casey Wasserman. Ich halte meine Teams an höchste Standards und habe auch die Pflicht, sie zu schützen“, so Roan am Montag, dem 9. Februar, in einer Instagram-Story.

Sie schätzte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur weiterhin sehr, aber sie könne nicht "tatenlos" zusehen, was sich um Casey Wasserman herum abgespielt habe: „Kein Künstler, Agent oder Mitarbeiter sollte jemals erwarten müssen, Handlungen zu verteidigen oder zu übersehen, die so tief mit den eigenen moralischen Werten kollidieren", so die Sängerin deutlich.

Auch andere Acts fordern Aufklärung

Bereits zuvor hatten sich andere Musikerinnen und Musiker, wie Bethany Cosentino von Best Coast, Wednesday, Water From Your Eyes und Beach Bunny vom Gründer der Agentur öffentlich distanziert und diesen kritisiert. Wasserman selbst äußerte sich lediglich so zu den Anschuldigungen: „Ich bedaure meine Korrespondenz mit Ghislaine Maxwell zutiefst. Diese fand vor über zwei Jahrzehnten statt, lange bevor ihre schrecklichen Verbrechen bekannt wurden“.


Die Wasserman Music Agency ist eine der größten im Musikgeschäft und hat unter anderem Ed Sheeran, Coldplay, Childish Gambino, Kendrick Lamar, Lorde, Raye, SZA, Joni Mitchell, Janelle Monáe sowie Tyler, the Creator unter Vertrag. Die Agentur entfernte am 8. Februar ihre Künstlerliste von der eigenen Website, vermutlich als Reaktion auf die Bitte von Künstlerinnen und Künstler hin, ihre Namen zu entfernen.

 

 

 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Zuwachs bei LGBTIQ+-Athleten

47 Spitzensportler sind out

47 Athleten sind bei den Olympischen Winterspielen inzwischen offiziell out. Doch einige erleben auch Hass und Anfeindungen wie zuletzt Amber Glenn.
Kurz vor Boarding gestoppt

Ecstasy, Ketamin & K.-o.-Tropfen

Einer der bekanntesten Content-Creator der schwulen US-Pornobranch, Joshua S. Eddy alias Eddie Burke, muss sich wegen Drogendelikten verantworten.
Katar betreibt Pinkwashing

Modernes Image dank Kunstmesse?

In Zusammenarbeit mit der Kunstmesse Art Basel versucht Katar, sein Image aufzubessern. Der schwule Aktivist Nas Mohamed klagt das Pinkwashing an.
Kinderporno-Urteil 2025

Missbrauch eines Siebenjährigen?

Hartmut Ebbing, ehemaliger FDP-Abgeordneter, sieht sich Anklagen wegen des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs eines siebenjährigen Jungen gegenüber.
Homophobe Hetze im Senegal

Kindesmissbrauch und Homosexualität

Mit einer ekelhaften Schmutzkampagne bringen Medien im Senegal gerade gezielt und bewusst Pädophilie in Verbindung mit Schwulen.
Dunkelfeldstudie Deutschland

Gewalt wird zumeist nie angezeigt

Weniger als 10 Prozent aller Gewalttaten werden in Deutschland angezeigt, so die neue Dunkelfelstudie. Besonders betroffen sind LGBTIQ+-Menschen.
Gefahr für Menschenrechte

Weltweiter Angriff auf LGBTIQ+

Nach Einschätzung der queeren Human Rights Campaign befeuere die US-Politik andere Länder, LGBTIQ+-Menschenrechte verstärkt zu attackieren.