Kritik am Dschungelkönig Große Enttäuschung bei Lucy von den No Angels
Neuer Zoff um den RTL-Dschungel: Gil Ofarim hat die diesjährige Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ gewonnen und sich den Titel des Dschungelkönigs 2026 gesichert. Doch viele teilen die Freude über seinen Sieg nicht – besonders die ehemalige Dschungelkönigin Lucy Diakovska, die im Jahr 2024 die Krone errang, äußerte jetzt deutliche Kritik.
Ofarim hofft auf Neuanfang
Bereits im Vorfinale deutete sich Ofarims Erfolg an: Mit 58,98 Prozent der Stimmen führte er das Voting an, während Samira mit 23,83 Prozent und Hubert Fella, der als schwuler Drittplatzierter mit 17,19 Prozent ausschied, die weiteren Plätze belegten. Nach seinem Sieg drückte Ofarim in einer Pressekonferenz nach dem Finale seine Wünsche für die Zukunft aus. „Ich hoffe, dass irgendwann ein Neuanfang für alle möglich ist“, sagte der 43-jährige Sänger. Er habe fast fünf Jahre gebraucht, um die Ereignisse zu verarbeiten, doch die Öffentlichkeit habe dies wahrscheinlich noch nicht getan. Eine Entschuldigung über seine Taten kam ihm dabei nicht über die Lippen.
Kritik von Lucy Diakovska
Die ehemalige Dschungelkönigin Lucy Diakovska meldete sich daraufhin auf Instagram zu Wort und teilte ihre Enttäuschung über Ofarims Sieg. Sie versuchte laut eigenen Angaben, sich mit dem Gedanken abzufinden, dass Ofarim die Krone gewinnen würde, doch sie könne es „nicht vereinbaren“. Und weiter: „Es geht nicht um persönliche Abneigung oder Hass, sondern um Werte. Ich komme nicht damit zurecht, dass fehlende Reue, fehlende soziale Verantwortung und andere Werte, die meiner Meinung nach wichtig sind, so gefeiert werden“, erklärte Diakovska. Zudem wünsche sich die No-Angels-Sängerin, dass der Vorfall nicht als „neuer Standard für unsere Gesellschaft“ gilt und fordert ein Umdenken in Bezug auf den Umgang mit solchen Verhaltensweisen.
Kontroversen um Ofarim
Ofarim sorgte 2021 für Aufsehen, als er sich in einem Instagram-Post als Opfer antisemitischer Beleidigungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. In diesem Zusammenhang hatte Ofarim betont, dass es keinen Platz für Hass, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Diskriminierung jeglicher Art gebe. Später stellte sich heraus, dass seine Darstellung erfunden war, und er musste seine Aussagen kleinlaut vor Gericht zurücknehmen. „Ich kann verstehen, dass es noch Fragen gibt“, so Ofarim nun zu den anhaltenden Diskussionen.
Hotelmitarbeiter meldet sich zu Wort
Der Hotelmitarbeiter, der von Ofarim fälschlicherweise beschuldigt worden war, hat sich nun nach dem Sieg des Sängers zu Wort gemeldet. Im Interview mit der Zeit erklärte Markus W., er habe die Sendung zwar nicht aktiv verfolgt, aber mitbekommen, dass Ofarim sich weiterhin als Opfer inszeniere. „Es ärgert mich massiv“, so der Hotelmitarbeiter. „Ich frage mich: Ist das denn nie vorbei?“ Markus W. kritisiert auch, dass RTL Ofarim die Plattform geboten habe, sich in der Show erneut als Opfer darzustellen. „Es hinterlässt bei mir den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung dieses Falles wieder kippt“, sagte er und äußerte Bedenken über den Umgang des Senders mit den falschen Anschuldigungen.
Die Falschaussagen von Ofarim hätten für ihn tiefgreifende Auswirkungen gehabt. „Ich habe Morddrohungen bekommen“, berichtete Markus W. weiter. Auch sei er aufgrund der falschen Darstellung von Ofarim von privaten Feierlichkeiten ferngeblieben, „aus Angst, dass jemand ein Foto von mir machen könnte, auf dem ich feiernd oder lachend zu sehen bin“.
Während seiner Teilnahme am Dschungelcamp machte Ofarim zudem Aussagen, die bei Markus W. zudem Unverständnis hervorriefen. Besonders Ofarims Behauptung, dass etwas mit den Überwachungsaufnahmen aus dem Hotel nicht gestimmt hätten, stößt bei dem Hotelmitarbeiter auf Verwunderung. „Weder das Gericht noch der Videogutachter haben die Glaubwürdigkeit der Aufnahmen in Zweifel gezogen“, stellte er klar. Zudem widerspricht Markus W. der Darstellung Ofarims bezüglich einer Verschwiegenheitserklärung. Laut dem Hotelmitarbeiter hätte Ofarim sehr wohl über die Vorgänge in der Hotel-Lobby sprechen dürfen. Die Unterlassungserklärung habe ihm lediglich untersagt, zu behaupten, er sei wegen des Tragens einer Davidsternkette des Hotels des Hauses verwiesen worden.