Gil Ofarim ist Dschungelkönig Deutliche Mehrheit des Publikums votiert für Musiker
Die Zuschauer haben entschieden: Musiker Gil Ofarim ist neuer Dschungelkönig. Der 43-Jährige gewann das Finale des Dschungelcamps 2026 und setzte sich damit gegen Mitfinalistin Samira Yavuz (32) durch. Die Entscheidung fiel nach einem nervösen Showdown am Lagerfeuer, bei dem beide Kandidaten bis zuletzt um die Gunst des Publikums warben.
Drei Affen im Finale
Die Moderatoren Jan Köppen (42) und Sonja Zietlow (57) verkündeten das Ergebnis um 22.48 Uhr Ortszeit. „Die Krone 2026 geht an Gil“, hieß es bei der Live-Entscheidung. Ofarim folgt damit auf Lilly Becker (49), die im vergangenen Jahr gewonnen hatte. Nach Angaben der Moderation lag Ofarim bei den Zuschaueranrufen von Beginn der Voting-Phase an durchgehend in Führung.
Vor der Krönung hatten die Finalisten ihre letzten Prüfungen zu absolvieren. Gemeinsam mit Hubert Fella (58) erspielten sie insgesamt 14 Sterne, was ihnen ein vollständiges Drei-Gänge-Menü inklusive Getränken sicherte. Das Finale stand unter dem Motto der drei Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
Ofarim trat in der Prüfung „Nicht sehen“ an und sammelte fünf Sterne für die Vorspeise. Fella bewältigte die Aufgabe „Nicht sprechen“ und erreichte vier Sterne für den Hauptgang. Samira Yavuz absolvierte „Nicht hören“ und holte die maximale Ausbeute von fünf Sternen für das Dessert. „Stern, Stern, ich will nur den Stern!“, sagte sie während der Prüfung. Beim anschließenden Dinner zeigten sich die Finalisten sichtlich erleichtert. Es wurde mit alkoholfreien Getränken und Wein angestoßen. Auf den Tellern landeten unter anderem Bruschetta, Krabbencocktail, Tomate-Mozzarella sowie Steak, Schnitzel und Pasta. „Dieses Dinner werde ich nie wieder in meinem ganzen Leben vergessen“, sagte Yavuz.
Kontroverse um Sieger
Nach der Verkündung des Ergebnisses zeigte sich Ofarim emotional. Der Sänger brach in Tränen aus, als ihm die Krone überreicht wurde. Die Teilnahme Ofarims an der Staffel war zuvor öffentlich diskutiert worden. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Jahr 2021, bei dem er einen Leipziger Hotelmitarbeiter fälschlich der antisemitischen Beleidigung beschuldigt hatte. Später räumte Ofarim die Unwahrheit der Anschuldigungen vor Gericht ein. Im Camp hatte er erklärt, sich aus rechtlichen Gründen nicht näher äußern zu dürfen. Eine klare Entschuldigung blieb aus, stattdessen sprach er von einer möglichen Manipulation des Beweisvideos. Ex-Kandidatin Simone Ballack (49) sagte nach ihrem Halbfinal-Aus: „Ich erwarte, dass sich jemand dem stellt, was er ausgefressen hat.“ Trotz der Kontroversen entschieden sich die Zuschauer am Ende eindeutig für Ofarim als neuen Dschungelkönig.
Community-Liebling auf Platz 3
Die Community drückte insbesondere auch dem schwulen IBES-Kandidaten Hubert Fella die Daumen. Während andere Teilnehmer polarisierten, überzeugte Fella das Publikum vor allem mit Zurückhaltung und persönlichen Einblicken. Für Fella bedeutete die Teilnahme nach eigenen Angaben mehr als einen weiteren Fernsehauftritt. Der Einzug ins Camp sei lange ein Wunsch von ihm gewesen. Geboren in Hammelbach in Unterfranken, lebt er heute gemeinsam mit seinem Ehemann Matthias Mangiapane in Diebach bei Ansbach.
Das Paar wurde durch verschiedene Reality-Formate bekannt, darunter „Ab ins Beet!“, „Hot oder Schrott“ und das „Sommerhaus der Stars“. Mangiapane hatte 2018 selbst an der RTL-Show teilgenommen und dort den fünften Platz erreicht. Fella betonte mehrfach, im Dschungelcamp auch als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen werden zu wollen. Die Entscheidung zur Teilnahme fiel Fella nicht leicht. Im Vorfeld war bekannt geworden, dass er unter Höhenangst leidet, Probleme mit dem Kniegelenk hat und mit Diabetes lebt. Dennoch trat er zu allen Prüfungen an und sammelte mehrfach Sterne für das Team.
Symbolisch begann sein Weg ins Camp am 15. Januar, seinem 58. Geburtstag, als er nach Australien reiste. In den mehr als zwei Wochen im Dschungel fiel Fella weniger durch Konflikte auf als durch seine ruhige Art. Er hörte zu, sprach über persönliche Rückschläge, Zweifel und den Wunsch, nicht auf die Rolle als „der Mann von“ reduziert zu werden. Besonders emotional wurden Momente, in denen er über Verluste sprach, darunter den Tod einer engen Freundin und seines Hundes. Letzteren glaubte Fella am Lagerfeuer wiederzuerkennen und richtete unter Tränen Abschiedsworte an sein Tier.