Paris Hilton und die Community US-Realitystar betont ihre Verbundenheit mit LGBTIQ+-Menschen
US-Realitystar Paris Hilton (44) hat in einem neuen Dokumentarfilm offen über belastende Erfahrungen aus ihrer Jugend gesprochen und ihren Anspruch bekräftigt, ihre Bekanntheit für gesellschaftliches Engagement zu nutzen, insbesondere für die LGBTIQ+-Community. In der Doku „Infinite Icon: A Visual Memoir“ schildert die 44-Jährige persönliche Stationen ihres Lebens und ihrer Karriere.
Arbeit als Aktivistin
Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte Hilton, Musik habe ihr geholfen, zahlreiche schmerzhafte Erlebnisse zu verarbeiten. Vor allem während ihrer Teenagerjahre habe sie schwere Traumata erlebt. In dem Film berichtet sie teils unter Tränen über Missbrauchserfahrungen als Schülerin in einer privaten Jugendeinrichtung im US-Bundesstaat Utah.
Heute sei sie stolz auf ihre Rolle als Aktivistin, sagte Hilton. Besonders wichtig sei ihr die politische Arbeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. „Ich möchte meine Stimme nutzen, um etwas zu bewirken“, betonte sie. Die Unternehmerin und zweifache Mutter setzt sich unter anderem in Washington für strengere gesetzliche Regelungen gegen Missbrauch in Jugendeinrichtungen ein.
Ally der Community
Erst vor kurzem war Hilton in der US-Hauptstadt aktiv, um für einen Gesetzentwurf zu werben, der Betroffenen von KI-generierter Pornografie besseren rechtlichen Schutz bieten soll. Bei einer Pressekonferenz vor dem US-Kongress sprach sie über eigene Erfahrungen mit der Verbreitung intimer Aufnahmen. Anfang der 2000er Jahre hatten weltweit veröffentlichte Sexvideos mit ihrem damaligen Partner für großes Aufsehen gesorgt. Damals habe es keine gesetzlichen Mittel gegeben, um sie zu schützen, erklärte Hilton.
Neben ihrem Engagement in der Gesetzgebung hob Hilton auch erneut ihre Verbundenheit mit der LGBTIQ+-Community hervor. Sie habe von dieser Gemeinschaft viel Unterstützung erfahren, sagte sie der dpa. „Für sie werde ich immer da sein, um zu helfen“. Zuletzt war Hilton auch persönlich von schweren Ereignissen betroffen: Bei den verheerenden Waldbränden in Los Angeles zu Jahresbeginn verlor sie ihr Zuhause.
Hilton wurde 1981 in New York geboren und erlangte Anfang der 2000er Jahre als Unternehmerin, Model und Reality-TV-Star („The Simple Life“) internationale Bekanntheit. Neben ihrer Medienkarriere baute die Hotelerbin ein globales Markenimperium mit Mode-, Duft- und Lizenzprodukten auf. Seit vielen Jahren engagiert sie sich öffentlich für die LGBTIQ+-Community, tritt bei Pride-Veranstaltungen auf, unterstützt entsprechende Organisationen und betont regelmäßig ihre enge Verbundenheit mit der Community.