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Entschuldigung der BBC Moderator wurde geraten, weniger „schwul“ on Air zu sein

Von ms - 26.01.2026 - 12:30 Uhr
Entschuldigung der BBC
Foto: iStock / georgeclerk
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Die BBC hat sich offiziell bei dem Radiomoderator Jack Murley entschuldigt, der während seiner Tätigkeit bei dem Sender homophoben Übergriffen ausgesetzt war. Murley, der fünf Jahre bei BBC Radio Cornwall arbeitete, berichtete, dass Mitarbeiter in seiner Gegenwart die Begriffe „Schwuchtel“ und „Fairy Boy“ verwendet hätten. Ein Kollege habe ihm zudem gesagt, dass Schwule „viel häufiger an Aids sterben würden“.

Weniger „schwul“ on Air 

Auch von Hörern sei Murley homophob belästigt worden, unter anderem per E-Mail, SMS und Telefon. In einem Fall seien Bibelverse und homophobe Bemerkungen per Post zugestellt worden. Auf Beschwerden bei einer Führungskraft hin wurde Murley laut eigenen Angaben angewiesen, „weniger schwul“ zu klingen, wenn er on Air sei.

In einer auf sozialen Medien veröffentlichten Erklärung im Dezember 2025 teilte Murley mit, er habe sich „persönlich“ mit leitenden BBC-Vertretern getroffen, um „eine formelle, vollständige und bedingungslose Entschuldigung“ für die „homophoben und diskriminierenden Übergriffe“ zu erhalten. Die BBC bestätigte das angebliche persönliche Treffen nicht. Eine interne Untersuchung der BBC habe jedoch mehrere Fälle von homophoben Übergriffen durch Mitarbeiter festgestellt und „Versäumnisse“ im Management dokumentiert, so ein Sprecher.

Entschuldigung aus der Chefetage

In einem Brief an Murley entschuldigte sich nun auch Jason Horton, Chief Operating Officer der BBC, für „die Verhaltensweisen und Kommentare“, denen Murley ausgesetzt gewesen sei. Horton betonte, dass die BBC daran arbeite, „die Kultur im Management und im gesamten Team zum Besseren zu verändern“ und Empfehlungen der internen Überprüfung umgesetzt habe. Ein BBC-Sprecher erklärte abschließend: „Obwohl wir uns zu einzelnen Fällen nicht äußern, nehmen wir Berichte über Verstöße gegen unsere Arbeitsplatzwerte äußerst ernst. Die BBC ist eine inklusive Organisation, Diskriminierung jeglicher Art wird nicht toleriert.“

Erleichterung bei Moderator 

Murley erklärte zum jüngsten Statement der BBC: „Ich bin froh, dass die BBC endlich anerkannt hat, dass Menschen in Machtpositionen ein Umfeld geschaffen und aufrechterhalten haben, in dem mein Missbrauch ausdrücklich und stillschweigend toleriert wurde von denen, die ihn hätten stoppen sollen.“ Auf sozialen Medien schrieb Murley weiter: „Ich kann gar nicht ausdrücken, wie viel es gekostet hat, diesen Punkt zu erreichen, und kein Opfer von Missbrauch sollte jemals so hart arbeiten müssen, damit das, was es erlebt hat, anerkannt wird.“ Er betonte, dass dieses Ergebnis nur durch die gemeinsame Anstrengung von ihm selbst, der Organisation NUJ sowie mehreren Abgeordneten der Regierung erzielt worden ist, um endlich „die BBC von einer Position zu wegzubewegen, in der sie leugnete, dass ich Opfer von Missbrauch war.“ 

Murley war 2024 entlassen worden, nachdem er in sozialen Medien Beiträge geteilt hatte, die Kürzungen im lokalen Radio kritisierten. Die BBC begründete dies mit Verstößen gegen redaktionelle Richtlinien und Social-Media-Richtlinien sowie mangelnder Neutralität. Murley klagte daraufhin beim Arbeitsgericht, da er sich aufgrund seiner sexuellen Orientierung und seiner Rolle als Gewerkschaftsvertreter diskriminiert sah. Arbeitsrichter Alastair Smail entschied jedoch, dass die Entlassung nicht auf Murleys Sexualität zurückzuführen war und bezeichnete sie als „angemessen“.

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