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Ko Tin Zaw Htwe erschlagen Myanmar: Ermittlungen nach Tod von queerem TikTok-Star

Von mr - 26.01.2026 - 17:30 Uhr
Myanmar: Ermittlungen nach Tod von queerem TikTok-Star
Foto: © Facebook / Ko Tin Zaw Htwe
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Ein schockierender Fund hat die queere Community in Südostasien erschüttert: Ko Tin Zaw Htwe, TikTok-Star mit über einer Million Followerinnen und Followern, wurde leblos am Rand eines Waldes an der thailändisch-myanmarischen Grenze entdeckt. Die Umstände deuten auf ein Gewaltverbrechen hin, das erneut die Debatte um den Schutz queer lebender Menschen in der Region in den Mittelpunkt rückt.

 

Ermittlungen nach gewaltsamem Tod

Die 25-jährige Person, die als Irrawaddy oder Ayarwaddy auf TikTok bekannt war, war eines der sichtbarsten queeren Gesichter Myanmars. Nach Polizeiinformationen wurden am Fundort Blutspuren am Gesicht sowie ein blutbefleckter Holzstock entdeckt, der vermutlich als Tatwaffe diente. Wichtige persönliche Gegenstände wie Schmuck oder das Mobiltelefon fehlten, die Tasche blieb zurück. Ermittlerinnen und Ermittler prüfen, ob ein Hassmotiv im Zusammenhang mit der queeren Identität vorliegt. Ein Verdächtiger wurde bereits festgenommen, dennoch stehen die Untersuchungen am Anfang.

Bekannt ist, dass Ko Tin Zaw Htwe zuletzt nach einem nächtlichen Telefonat das Haus verließ und nie wieder dorthin zurückkehrte. Erst zwei Tage später wurde die Leiche in der Nähe eines Industriegebiets entdeckt. Der jüngste Social-Media-Post zeigte die Person noch lachend beim Tanzen in einer auffälligen Jacke – der Kontrast zum tragischen Ende könnte kaum größer sein.

Der Einfluss von Ko Tin Zaw Htwe auf Social Media war für viele queere Menschen in Myanmar ein Hoffnungsschimmer. Sie bot durch Tanzvideos, Alltagsgeschichten und Lifestyle-Inhalte queerer Sichtbarkeit in einem Land, in dem gleichgeschlechtliche Beziehungen mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können. Lokale Aktivistinnen und Aktivisten berichten, dass solche Plattformen oftmals die einzigen sicheren Räume für LGBTIQ+-Personen darstellen – Sichtbarkeit bedeutet jedoch auch ein erhöhtes Risiko, zum Ziel strafbarer Gewalt zu werden.

 

Hass und Angst als Alltag

Myanmar bleibt eines der gefährlichsten Länder für queere Menschen: Nicht nur droht eine strafrechtliche Verfolgung, auch Alltag und Berufsleben sind geprägt von Ausgrenzung, Polizeiwillkür und Erpressung. Internationale Beobachterinnen verweisen auf eine wachsende Zahl von Übergriffen, insbesondere gegen offen queere oder trans* Personen. Neben rechtlicher Unsicherheit schüren tägliche Anfeindungen und Diskriminierung ein Klima der Angst.

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