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Schießerei in Manchester Ein junger Mann verletzt, sechs Tatverdächtige festgenommen

Von ms - 26.01.2026 - 09:00 Uhr
Schießerei in Manchester
Foto: IMAGO / ZUMA Press
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Nach einer Schießerei am vergangenen Samstag im Schwulenviertel in Manchester hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Ein Mann in seinen Zwanzigern wurde verletzt und wird aktuell im Krankenhaus behandelt, nach Angaben der Greater Manchester Police ist er außer Lebensgefahr. 

Sechs Tatverdächtige verhaftet 

In den frühen Morgenstunden waren die Einsatzkräfte zu einer Gasse an der Richmond Street gerufen worden. Vor Ort sicherte die Polizei am Tatort eine Schusswaffe, zudem wurden sechs Männer im Alter zwischen 23 und 26 Jahren wegen des Verdachts auf Beteiligung an einer Schlägerei sowie wegen Waffenvergehen festgenommen. Spurensicherer durchsuchten den Bereich, unter anderem Abflüsse entlang der Straße. Auch eine Spezialeinheit war im Einsatz, während die Waffe gesichert wurde. 

Brennpunkt Schwulenviertel

Das Gay Village ist eines der bekanntesten Ausgeh- und Kulturviertel Manchesters und war zu diesem Zeitpunkt sehr belebt. Der Vorfall ereignete sich, als viele Bars gerade dabei waren zu schließen und viele Menschen draußen unterwegs waren. Ein Anwohner erklärte gegenüber den Manchester Evening News, dass es schon einmal zu Auseinanderersetzungen im Viertel komme, der Einsatz einer Schusswaffe sei indes neu: „Wir sind in Gefahr. Es fühlt sich hier jetzt nicht mehr sicher an.“ Einige der Gebäude an der Richmond Street werden auch als Ferienunterkünfte genutzt, Anwohner hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach die Polizei alarmiert und kriminelle Aktivitäten wie Drogenhandel dort zur Anzeige gebracht. 

Kein Hassverbrechen vermutet

Die Greater Manchester Police stellte klar, dass es sich höchstwahrscheinlich nicht um ein Hassverbrechen handelt. Superintendent Stephen Wiggins von der City-Centre-Division sagte: „Seit uns dieser Vorfall in den frühen Morgenstunden gemeldet wurde, arbeiten unsere Einsatzkräfte unermüdlich daran, das Motiv hinter dieser Schussabgabe zu verstehen.“ Nach der Prüfung zahlreicher Ermittlungsansätze könne bestätigt werden, „dass es sich in keiner Weise um ein Hassverbrechen handelt“. 

Angesichts des Ortes sei es wichtig gewesen, diese Information öffentlich zu machen. Zudem kündigte er an: „Beamte aus dem Stadtzentrum werden in den kommenden Tagen weiterhin präsent und sichtbar vor Ort sein.“ Was die genauen Hintergründe für die Schießerei waren, ist offiziell noch nicht bekannt. 

Beruhigung der Community

Auch Vertreter der lokalen Community äußerten sich. Carl Austin-Behan, stellvertretender Vorsitzender der Village License Business Association, sagte: „Ich möchte der LGBTIQ+-Community in Greater Manchester versichern, dass es sich nach allen uns vorliegenden Informationen nicht um einen gezielten Angriff auf die Manchester Gay Village oder unsere Community handelte.“ Mit zusätzlichen Polizeistreifen, den sogenannten Village Angels der LGBT Foundation, sowie der Unterstützung durch Veranstalter und Sicherheitspersonal sei das Gay Village „ein sicherer und einladender Ort für alle“.

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