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Abschied von Rosa Zahlreiche Weggefährten und Prominente erweisen ihm die letzte Ehre

Von ms - 22.01.2026 - 08:00 Uhr
Abschied von Rosa von Praunheim
Foto: IMAGO / Joko
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Der schwule Filmemacher Rosa von Praunheim (1942-2025) ist in Berlin beigesetzt worden. Rund einhundert Freunde, Prominente und Kollegen nahmen Abschied von dem einzigartigen Künstler und Kämpfer für LGBTIQ+-Rechte. 

Stille Beisetzung im Freundeskreis 

Bei Sonnenschein und eisigen Temperaturen wurde  die Urne von Holger Ratke, der bürgerliche Name von von Praunheim, auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg beigesetzt. Nach einer kleinen Zeremonie im engsten Familien- und Freundeskreis in der Kapelle zog die große Trauergemeinde zur Grabstelle. Von Praunheim hatte sich eine Beisetzung ohne Reden oder Ansprachen gewünscht. 

Zahlreiche Prominente erwiesen dem Filmemacher die letzte Ehre, darunter unter anderem Ralf König, Ralph Morgenstern, Lars Eidinger, Max Riemelt, Katy Karrenbauer, Tom Tykwer, Axel Ranisch, Riccardo Simonetti, Margot Schlönzke, Sheila Wolf, Gaby Tupper, Barbie Breakout, Bambi Mercury, Rinaldo Hopf, Wieland Speck sowie Ex-Kultursenator Klaus Lederer Klaus Lederer (Linke) und Kevin Kühnert (SPD). 

Ein „Big Bang“ für viele Menschen

Filmemacher Axel Ranisch erklärte gegenüber dem RBB: „Er war mein Mentor, ein Ziehpapa, ein guter Freund und ein Lehrmeister.“ Ralph Morgenstern erklärte online: „Ich verneige mich voll Respekt vor ihm und seinem Lebenswerk und sage Danke!“ Und Ralf König berichtete: „Viele waren da, um sich von Rosa von Praunheim zu verabschieden. Die letzte Verneigung vor einem, dessen Mut und Trotz und Querbürstigkeit ein wichtiger Impuls war. Auch für mich als ungeouteter Teenager im katholischen Westfalen der 70er war er eine Art Big Bang. Ich bekam zufällig sein Buch `Sex und Karriere´ in die Hände und fühlte mich sofort angesprochen und einer mir fremden Welt zugehörig. Demnächst kommt posthum sein letzter Film `Sex und Tod`. Das passt, typisch Rosa. Danke für so vieles.“ Die Beerdigung Praunheims soll ebenso Einzug in den letzten Film des Künstlers finden, der im Herbst dieses Jahres erscheinen soll. 

Vorkämpfer für die Community 

Der Regisseur und Drehbuchautor prägte über mehrere Jahrzehnte die deutsche Filmlandschaft und schuf über 150 Kurz- und Langfilme. Immer wieder thematisierte er darin die Lebensrealität von Homosexuellen und queeren Menschen. Mit Filmen wie „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) und „Die Bettwurst“ (1971) war er ein früher und sehr wichtiger Wegbereiter der Schwulen- und Lesbenbewegung in Deutschland seit den 1970er Jahren. Wenige Tage, nachdem von Praunheim seinen langjährigen Partner Oliver Sechting geheiratet hatte, starb er am 17. Dezember 2025 in Berlin. 

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