No Trousers Tube Ride London präsentiert sich am Wochenende erneut zeigefreudig
Am Wochenende ist es wieder soweit und in London gibt es dann zahlreiche Jungs und Männer nur in Unterhosen bekleidet zu bestaunen – und das jenseits der bekannten schwulen Einrichtungen. Bei „No Trousers Tube Ride“ legen Pendler ihre Hosen in der U-Bahn ab – zur Freude aller. Gerade in der schwulen Community erfreut sich die jährlich stattfindende Aktion immer größerer Beliebtheit und wird auch gerne als Statement für mehr Sichtbarkeit der Community verstanden.
Gute Laune in der U-Bahn
Es handelt sich dabei eigentlich allerdings weder um eine Wohltätigkeitsveranstaltung noch eine Demonstration, sondern um ein rein unterhaltsames Event, das zur Überraschung und Erheiterung der Mitreisenden beitragen soll. Teilnehmer versammeln sich am Sonntagnachmittag in Chinatown, um dann in die Londoner U-Bahn einzutauchen – allerdings ohne Hosen, stattdessen eben nur in Unterwäsche. Ganz nackt zu sein bleibt übrigens verboten.
Der „No Trousers Tube Ride“ wurde 2009 ins Leben gerufen und orientierte sich an der New Yorker „No Pants Subway Ride“ aus dem Jahr 2002 – im Schnitt machen rund 500 Menschen in London mit. Ziel des Events ist es, Passanten mit einem humorvollen Akt der Überraschung zu amüsieren. Manche Berliner mögen das Event vielleicht nicht ganz verstehen, denn in U-Bahnen der Hauptstadt gibt es eigentlich fast täglich halbnackte oder ganz nackte Menschen zu sehen – das amüsiert allerdings die Mehrheit inzwischen nicht mehr.
Warme Glücksgefühle unter Gleichgesinnten
Die Veranstalter in London richten sich an eine breite Zielgruppe, wie auf der Facebook-Seite der Veranstaltung zu lesen ist. „Spaßliebhaber, Exhibitionisten, Bucket-List-Abhaker und neugierige Introvertierte“ sind gleichermaßen willkommen. Die Aktion selbst dauert nur wenige U-Bahn-Stationen, nach dem Event treffen sich die Teilnehmer üblicherweise in einem nahegelegenen Lokal – natürlich immer noch in Unterwäsche. Gerüchten zufolge wird die Party dann gerne einmal schnell feuchtfröhlich und unter Männer durchaus auch… speziell und interessant. Anfassen mitunter erlaubt.