Direkt zum Inhalt

Neue düstere Filmrolle Alexander Skarsgård: Queere Romantik trifft Gothic-Horror

Von kw - 10.12.2025 - 16:30 Uhr
Alexander Skarsgård: Queere Romantik trifft Gothic-Horror
Foto: © IMAGO / Pacific Press Agency
ANZEIGE
Loading audio player...

Nach seinem gefeierten Auftritt in der queeren BDSM-Bikerromanze „Pillion“ überrascht Alexander Skarsgård das Kino-Publikum erneut mit einer unerwarteten Rollenwahl: In „The Wolf Will Tear Your Immaculate Hands“ taucht er in die düsteren Tiefen eines Gothic-Horrorfilms ein. Für Skarsgård markiert dieses Projekt nicht nur die Rückkehr in eine skandinavisch geprägte Produktion nach zehn Jahren, sondern auch eine weitere Etappe seiner kompromisslosen künstlerischen Laufbahn.

 

Neues Terrain für Skarsgård

Der 49-jährige Schwede, der zuletzt mit exzentrischer Stilsicherheit auf den roten Teppichen polarisierte, übernimmt im neuen Film die Rolle eines britischen Witwers, der im Nordwesten Amerikas des 19. Jahrhunderts eine indigene Gouvernante anstellt. Während diese die Töchter seines Charakters auf das Leben in einer männerdominierten Welt vorbereitet, erwacht in der älteren Tochter eine Kraft, die mit den moralischen Grenzziehungen ihrer Erziehung kollidiert. Regie führt Nathalie Álvarez Mesén, deren Debüt „Clara Sola“ auf internationalen Festivals für Aufsehen sorgte. Die Zusammenarbeit mit dem isländischen Schriftsteller Sjón, der bereits bei „The Northman“ mitwirkte, verspricht ein komplexes Drehbuch, das Magischen Realismus und intime Charakterstudien in einen unheimlich-atmosphärischen Rahmen bettet.

 

Zeitgeist trifft Genretradition

Mit Darla Contois und Bronte Carmichael erhält das Ensemble internationale Verstärkung. Die Verbindung von queerer Repräsentation, feministischer Symbolik und Gothic-Horror bietet nicht nur Fans des Genres frische Impulse, sondern spricht auch ein diverseres Publikum an. Laut Branchenexpertinnen und Branchenexperten gilt das neue Werk schon jetzt als eines der vielversprechendsten Filmprojekte 2026. Besonders nach dem medialen Echo auf „Pillion“, das es laut Analystinnen und Analysten unter die Top-Streaming-Titel des Jahres schaffte, richtet sich der Blick der Fachwelt gespannt auf Skarsgårds nächste Verwandlung.

Mit der Entscheidung, eine Enge zwischen intimer psychologischer Erzählweise und opulentem Gruselfilm zu schaffen, demonstrieren Mesén und Skarsgård eindrucksvoll, wie europäisches Kino gegenwärtige Zeitströmungen aufgreift. Ob sich „The Wolf Will Tear Your Immaculate Hands“ in der Tradition von Arthouse- und Genrekino gleichermaßen etablieren kann, bleibt abzuwarten. Sicher aber ist: Skarsgård beweist ein weiteres Mal, dass Mut zur Neugier spätestens auf der Leinwand belohnt wird.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterGossip und Paranoia: Warum wir Promi-Verschwörungstheorien liebenndQueercore | Team Dresch: Die Schönheit der GleichwertigkeittazAusstellung, Buch und Queeres Leben: Sich von Arschlöchern nicht kleinkriegen lassenDER SPIEGELBerlin: Gedenkort für CSD-Anschlag zum dritten Mal attackiertAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie sollte das Abstammungsrecht für Regenbogenfamilien geregelt werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Thriller

Primetime

"Primetime" mit Robert Pattinson in der Hauptrolle: Ein Medienthriller über Macht und Sensationsgier.
Fantasy/Komödie

Practical Magic 2

Ein uralter Liebesfluch bedroht die Owens-Familie erneut. Nicole Kidman und Sandra Bullock kämpfen gegen dunkle Mächte.
Drama/Action

The Uprising – Für die Freiheit

England 1381: Ein Bauer führt den Aufstand gegen Krone und Unterdrückung an – ein packendes Historienepos über Freiheit und Gerechtigkeit.
Queerer Schauspieler und Ikone

Fans feiern die Szene

Lee Pace, 47-jähriger Schauspieler und queere Ikone, begeistert erneut das Internet: Im Trailer zu „Practical Magic 2“ zeigt er sich nackt.
August Diehl als Klaus Mann

Sandra Hüller spielt Erika Mann

Mit „Vaterland“ feierte der neue Film von Regisseur Paweł Pawlikowski seinen deutschen Kinostart und sorgt für Diskussionen in der queeren Szene,
Nach Hit "Die Odyssee"

Konservative kritisieren Besetzung

Nach dem internationalen Kinoerfolg von „Die Odyssee“ wartet der kanadische trans' Schauspieler Elliot Page Stand weiter auf neue Rollenangebote.
Marvel hält sich bedeckt

Warum nicht schwul oder bi?

Der frühere Spider-Man-Darsteller Andrew Garfield hat sich einmal mehr öffentlich für eine queere Neuinterpretation der Kultfigur eingesetzt.
Queerer Kultklassiker

Dreharbeiten beginnen 2027

Stephan Elliott wird das Sequel zum Kultklassiker „Priscilla, Königin der Wüste“ drehen und darin Terence Stamp per CGI wiederbeleben.