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Kiss-In in den USA

Kiss-In in den USA HIV-positive Männer setzen Zeichen gegen Trump-Agenda

ms - 02.12.2025 - 14:00 Uhr
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Eine Gruppe von HIV-positiven Männern hat jetzt mit einem besonderen Kiss-In an der US-mexikanischen Grenze für Aufmerksamkeit gesorgt: Der Protest fand am Friendship Park / Parque de la Amistad an der Grenze zwischen Kalifornien und Mexiko statt – viele schwule Paare tauschten Küsse als deutlich sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung aus.

Kritik an Trump-Regierung 

Die Aktion fand im Rahmen des Besoton Sidoso Internacional, auch bekannt als International HIV Kiss-In, statt und wurde von der Organisation „MPact Global Action for Gay Men’s Health and Rights“ zum dritten Mal veranstaltet – mit einem neuen Teilnehmerrekord. Ziel der Demonstration war es, Menschen mit HIV zu stärken, das Stigma rund um Sex und Partnerschaften zu bekämpfen und Solidarität mit queeren Migranten zu zeigen, die unter der Politik der Trump-Administration besonders gefährdet sind.

„Als einer der wenigen offen HIV-positiven Geschäftsführer einer globalen Organisation bin ich inspiriert und ermutigt von dieser sichtbaren Aktion für die Rechte aller Menschen mit HIV, insbesondere queerer Migranten, in einer Zeit, in der so viel Angst und Desinformation kursiert. Unsere Gemeinschaften sind mächtig, wenn wir zusammenkommen“, erklärte Andrew Spieldenner, Geschäftsführer von MPact.

Prekäre Lage von queeren Migranten

Die Initiative hob dabei auch ein weitreichendes Problem hervor: Migranten in einkommensstarken Ländern sind überdurchschnittlich oft von HIV betroffen, wie ein Bericht des National Institute of Health zeigt. Viele infizieren sich nach der Migration und haben oft keinen Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung. Eine Studie des Williams Institute ergab außerdem, dass bis zu drei Prozent der Nicht-US-Bürger in den USA LGBTIQ+ sind, darunter bis zu 288.000 undokumentierte Personen. Besonders queere Migranten in Haftzentren sind dabei häufig Gewalt, Stigmatisierung und dem Entzug lebensrettender Medikamente ausgesetzt.

„MPact arbeitet mit lokalen Gemeinschaften zusammen, um den International HIV Kiss-In zu organisieren, weil es ein kühner, provokativer und revolutionärer Akt ist, die Sexualität von Menschen mit HIV öffentlich zu zeigen und die Menschenrechte queerer Migranten zu erklären“, bekräftigte Alex Garner, verantwortlich für strategische Initiativen und Kommunikation bei MPact. „Wir haben die Grenzen von Sexualität und Geschlecht überwunden, und Grenzen können unseren Kampf für queere Migranten und Menschen mit HIV nicht einschränken, während wir die Kraft eines Kusses nutzen.“

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