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Umdenken beim Militär
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Umdenken beim Militär HIV-positive Mitarbeiter bei den britischen Streitkräften

ms - 01.12.2025 - 11:00 Uhr
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Am heutigen Welt-Aids-Tag hat das Vereinigte Königreich einen historischen Schritt gemacht und ist das erste NATO-Mitglied, das Menschen mit HIV den vollständigen Dienst in den Streitkräften ermöglicht. Die bahnbrechende Entscheidung bedeutet, dass Menschen mit HIV nun in allen militärischen Rollen dienen können, einschließlich elitärer Positionen wie im Fallschirmjägerregiment, in den Luftlandetruppen, als Militärpiloten, Flugpersonal, Fluglotsen und bei den königlichen Marine-Tauchern.

Gutachten sorgt für Kehrtwende 

Das Verteidigungsministerium folgt damit den Ratschlägen einer gründlichen Überprüfung, die in Zusammenarbeit mit der Terrence Higgins Trust und der British HIV Association (BHIVA) durchgeführt wurde. Zuvor waren Personen mit HIV von bestimmten Positionen, insbesondere in der Luftfahrt, bei der Luftverkehrskontrolle sowie in bestimmten Army- und Navy-Positionen, ausgeschlossen. Diese Einschränkungen wurden nun aufgehoben, sodass Menschen mit HIV nun in allen Bereichen der Royal Navy, der British Army und der Royal Air Force (RAF) dienen können.

Meilenstein für die Gleichstellung 

Verteidigungsminister Luke Pollard, der die Überprüfung im November 2024 in Auftrag gab, nachdem die Terrence Higgins Trust Bedenken hinsichtlich verbleibender Einschränkungen geäußert hatte, bezeichnete die Aktualisierung der Politik als einen bedeutenden und historischen Moment: „Dies ist ein Meilenstein für unsere Streitkräfte und für die Gleichstellung im Militärdienst. Durch die Beseitigung dieser letzten Einschränkungen stellen wir sicher, dass jeder Mensch mit HIV in jeder gewünschten Rolle dienen kann – basierend auf Talent und Engagement, nicht auf veralteten Richtlinien.“ 

Er fügte hinzu, dass die britischen Streitkräfte bereits Pioniere darin waren, Menschen mit HIV den Dienst in Uniform zu ermöglichen. „Wir setzen diese stolze Tradition fort“, betonte Pollard. „Ich möchte den Menschen mit HIV, der Terrence Higgins Trust und der British HIV Association für ihre Partnerschaft bei dieser Überprüfung danken. Diese Änderung geht nicht nur um die Aktualisierung der Politik – es geht darum, die Kultur zu verändern, das Stigma herauszufordern und sicherzustellen, dass unsere Streitkräfte ein moderner, inklusiver Arbeitgeber bleiben, der das beste Talent aus unserem Land anzieht.“

Offene Türen in allen Bereichen

Die Überprüfung hat bestätigt, dass die Royal Air Force, einschließlich Piloten und Fluglotsen, nun für Menschen mit HIV zugänglich sind. Auch indirekte medizinische Einschränkungen, die zuvor Menschen mit HIV vom Dienst im Fallschirmjägerregiment und in den Luftlandetruppen der British Army abhielten, wurden aufgehoben. Die Royal Navy hat ebenfalls bestätigt, dass Militärtaucher nun keine spezifischen HIV-bezogenen Barrieren mehr haben, was sicherstellt, dass alle Rollen zugänglich sind.

Richard Angell OBE, Geschäftsführer der Terrence Higgins Trust, begrüßte den Schritt als großen Fortschritt: „Diese Ankündigung sendet eine wichtige Botschaft: HIV sollte niemanden zurückhalten. Heute hat die Wissenschaft und nicht das Stigma gewonnen. Dies wurde erreicht, weil Menschen mit HIV niemals aufgeben, die Terrence Higgins Trust und BHIVA klar gemacht haben, dass ein besserer Weg möglich war, und die Mediziner und Politiker in der Regierung zugehört haben. Das ist bahnbrechend, aber nicht neu. Behandlung bedeutet, dass Menschen mit HIV ein langes, gesundes Leben führen können, ohne das Virus weiterzugeben.“

Vorbild für andere Länder 

Die Änderung der Politik stimmt mit der breiteren Zielsetzung der britischen Regierung überein, neue HIV-Fälle bis 2030 zu beenden, als Teil ihres „Plan for Change“. Durch die Beseitigung der letzten Barrieren für Menschen mit HIV im Militär unterstützt das Verteidigungsministerium die Mission der Regierung, gesellschaftliche Barrieren abzubauen und Chancen für alle zu schaffen. 

Richard Angell fügte hinzu: „Wir sollten stolz darauf sein, dass unser Land vor vier Jahren den Weg in der Aktualisierung der Regeln für Menschen mit HIV im Militärdienst vorangetrieben hat. Heute tun wir es wieder. Die RAF, das Heer und die Marine springen erneut an die Spitze und bahnen einen Weg, dem die Welt folgen kann.“ Die Hoffnungen sind international groß, dass die Entscheidung im Vereinigten Königreich eine Vorbildfunktion in anderen NATO-Ländern einnimmt. 

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