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Vandalismus bei Mann-O-Meter Haupteingangstür des schwulen Checkpoints in Berlin zerstört

Von ms - 21.10.2025 - 10:30 Uhr
Vandalismus in Berlin
Foto: Instagram / alfonsopantisano
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Das Büro des schwulen Checkpoints Mann-O-Meter wurde jetzt Ziel eines Anschlags. Dabei wurde die Glasscheibe der Eingangstür zertrümmert, die Ermittlungen der Polizei laufen. Im gleichen Gebäude befindet sich das Anti-Gewalt-Projekt Maneo, das zuletzt ebenso wiederholt Ziel von Angriffen geworden war.

Dritte Attacke in drei Wochen

Bereits Ende September und Anfang Oktober hatten es unbekannte Täter auf die Büroräume von Maneo abgesehen. Einmal wurde mittels eines Steins eine Scheibe eingeschlagen, ein anderes Mal hatten es die Kriminellen ebenso auf die Glasscheibe der Eingangstür abgesehen. In beiden Fällen ermittelt das Landeskriminalamt, die Polizei geht von einem gezielten homophoben Hassverbrechen aus.  

Der Trägerverein von Maneo, Mann-O-Meter, hatte im Oktober dazu erklärt: „Dieser Angriff richtet sich nicht nur gegen die Arbeit von ´Maneo´, sondern gegen die gesamte LGBTIQA+-Community und die Zivilgesellschaft, die tagtäglich für Vielfalt, Respekt und Gewaltfreiheit eintritt. Einrichtungen wie Maneo müssen nicht nur Anerkennung erfahren, sondern auch den baulichen und technischen Schutz erhalten, den sie für ihre Arbeit brauchen.“

Angriff auf queeren Schutzraum 

Gestern nun kam es zum dritten Fall von Vandalismus gegen das Gebäude, dieses Mal wurde die Haupteingangstür des Checkpoints Mann-O-Meter zerstört, wie Bastian Finke von Mann-O-Meter gegenüber SCHWULISSIMO bestätigte. Berlins Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano erklärte dazu via Instagram: „Wieder Glasscherben. Wieder eine zerstörte Tür, ein zerstörtes Fenster! Wieder ein Angriff auf einen queeren Schutzraum mitten in unserer Stadt. Und wieder dieselbe bittere Erkenntnis: Queerfeindliche Gewalt ist Alltag in Berlin. Das Mann-0-Meter ist kein beliebiger Ort. Es ist Beratung, Aufklärung, medizinische Versorgung, Begegnung, Solidarität. Es ist für viele queere Menschen ein sicherer Ort – einer der wenigen, die sie haben. Wenn solche Orte angegriffen werden, ist das nicht einfach Sachbeschädigung. Das ist ein Angriff auf uns alle. Auf Sicherheit, auf Sichtbarkeit, auf Zusammenhalt. Ich sage es deutlich: Es reicht! Wir haben längst aufgehört mitzuzāhlen, wie oft queere Einrichtungen attackiert werden."

Des Weiteren betonte der Queer-Beauftragte, dass er konkrete Maßnahmen erwarte, heute findet dazu ein Treffen mit Vertretern der  zuständigen Polizeidirektion statt. „Wie kann es sein, dass so etwas an gleichem Ort innerhalb von nur wenigen Wochen immer und immer wieder passieren kann?“, so Pantisano weiter. Es gehe hierbei schlicht um die Sicherheit der Community. 

Schock in der Community

Ähnlich die Reaktionen über den dritten Anschlag auf Maneo seitens der Community in den sozialen Medien. Die Berliner Entertainerin Margot Schlönzke schreibt so: „Es ist so unendlich furchtbar, dass die Hemmungen offensichtlich bei einigen Leuten dermaßen gefallen sind. Es erinnert an ganz dunkle Zeiten in Deutschland. Abscheulich!“ Andere User pflichten bei, halten die Tat zudem für „unglaublich beschämend“ für die Regenbogenstadt oder fragen sich, warum der Bereich noch immer nicht mit Kameras überwacht wird. 

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