Direkt zum Inhalt
Angst vor dem Smartphone

Angst vor dem Smartphone Online jederzeit, doch ein direktes Gespräch? Lieber nicht!

ms - 04.09.2025 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Immer online, stets up to date und gerade deswegen vielleicht im Dauerstress? Eine neue Studie untersuchte jetzt das Telefonverhalten der jungen Generation Z, die sich zu 22 Prozent als LGBTIQ+ definiert. Das Ergebnis ist bitter: Die Mehrheit hat Angst vor Telefonanrufen, 56 Prozent sind zudem der Auffassung, dass sie nur noch schlechte Nachrichten erhalten.  

Angst vor dem Anruf 

Die Daten der U-Switch-Studie zeigen dabei auf: Jeder Vierte (23%) der 18-bis 34-Jährigen nimmt grundsätzlich niemals einen Anruf entgegen, weitere 24 Prozent sind einfach zu beschäftigt und abermals 23 Prozent verweigern den direkten Telefonkontakt, weil sie nicht in ihrer Tätigkeit unterbrochen werden wollen.

Jene Tätigkeit, die nicht gestört werden soll, hat dabei oftmals mit den sozialen Medien zu tun: 48 Prozent der Gen-Z bevorzugen Kommunikation darüber viel mehr als ein persönliches Telefongespräch, 37 Prozent mögen lieber Sprachnachrichten. 

Soziale Phobien am Handy 

Die jüngsten Daten decken sich mit vorausgegangenen Untersuchungen: So zeigte die JIM-Studie aus dem Jahr 2018 auf, dass bereits damals jeder Fünfte der Jugendlichen und jungen Erwachsenen nur ungern telefoniert. Gegenüber National Geographic erklärte die Psychiaterin Dr. Nadine Wolf, dass diese Telefonangst oder Telephobie vor allem in Verbindung mit sozialen Phobien auftreten kann. 

Dazu gehören zum Beispiel Versagensängste oder die Befürchtung, beim Reden ins Stottern zu kommen. Mit Blick auf die queere Community zeigt sich überdies, dass das Smartphone auf der einen Seite eine immer wichtigere Quelle für Kontakte zu LGBTIQ+ bedeutet, während es auf der anderen Seite mitunter dazu führen kann, dass die direkte persönliche Kommunikation abnimmt. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Essenstipps für Bottoms

Pride-Kampagne sorgt für Debatte

Ein Instagram-Beitrag von HelloFresh zum Pride Monat hat in den sozialen Netzwerken eine kontroverse Diskussion ausgelöst.
Problemfall Erektionsstörungen

Schockwellentherapie als Hilfe?

Eine nicht-invasive Schockwellentherapie könnte laut neuer US-Studie Männern mit Erektionsstörungen helfen, die Erektionsfähigkeit zu steigern.
Liebe nach dem Klosterleben

Ex-Nonnen heiraten in Brasilien

Zwei ehemalige Nonnen aus Brasilien sorgen für Schlagzeilen: Die beiden Frauen haben sich verliebt und schlussendlich geheiratet.
Akzeptanz schwuler Politiker

Klassische Männlichkeit ist gefragt

Eine neue US-Studie zeigt, dass kaum noch die sexuelle Orientierung darüber entscheidet, wie homosexuelle Politiker von Wählern wahrgenommen werden.
Anti-LGBTIQ+-Gesetz in Ghana

Studie zeigt gespaltene Bevölkerung

Eine neue Umfrage stellt die Behauptung infrage, dass die große Mehrheit der Bevölkerung in Ghana das geplante Anti-LGBTIQ+-Gesetz unterstützt.
Berliner Gewalthilfegesetz

Verbände fordern Nachbesserungen

Queere und feministische Organisationen fordern, dass LGBTIQ+-Personen im geplanten Berliner Gewalthilfegesetz ausdrücklich berücksichtigt werden.
LGBTIQ+-Rechte in Japan

Regierung plant nationale Maßnahmen

Die japanische Regierung will ihre Politik gegenüber sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten mit einem nationalen Maßnahmenplan ausbauen.
Neues Gesetz in Uganda

Erneuter Angriff auf LGBTIQ+

Ein neues Gesetz verschärft die Lage in Uganda weiter. Kritiker sehen darin einen gezielten Angriff auf Hilfe von queeren Vereinen aus dem Ausland.