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Bye Bye George
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Bye Bye George Ab dieser Woche sitzt der einstige schwule Politikstar George Santos seine Gefängnisstrafe ab

ms - 28.07.2025 - 13:00 Uhr
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Ein letztes Mal Mediengewitter, vorerst zumindest – der als Lügenbaron verurteilte, ehemalige US-Republikaner George Santos (37) wird ab dieser Woche seine mehr als siebenjährige Haftstrafe antreten. Am letzten Freitag stellte sich der homosexuelle, ehemalige Politstar den Bundesbehörden. 

Eine Welt aus Lügen und Betrug

Täuschen, Lügen, Betrügen – mit dieser Herangehensweise hatte Santos schnell Karriere innerhalb der Republikanischen Partei gemacht und schaffte es zum New Yorker Abgeordneten im US-Kongress. Für die Partei war der offen schwule Mann lange Zeit ein Aushängeschild als Beleg für die liberale Gesinnung der Republikaner, bis er sich immer stärker in Widersprüche und Lügen verstrickte. Schlussendlich wurde der heute 37-Jährige von der Partei ausgeschlossen. 

Die Liste der Verfehlungen ist lang: Geldwäsche, Betrug, Fälschungen und Identitätsdiebstahl sind dabei die Kernpunkte seiner Anklageliste. Von Wahlkampfspenden leistete sich der junge Politiker ein Luxusleben in teuren Hotels. Zwischendurch erfand er angebliche Universitätsabschlüsse, berufliche Qualifikationen in namhaften Unternehmen oder auch seine angebliche Opferrolle bei einem Attentat auf LGBTIQ+-Menschen – das alles und mehr entsprach dabei nur seiner Fantasie. 

Bereits längst überführt, versuchte er noch mittels OnlyFans seine Unterstützer um Geld zu erleichtern. Zumeist hetzte er auch gegen die eigene Community, stritt lange Zeit seine Auftritte als Drag-Queen ab, um dann, final überführt, auch daraus Geld machen zu wollen. Im Kongress selbst votierte er zudem mehr als einmal gegen die Interessen von queeren Amerikanern, sprach von einer „radikalen Regenbogenmafia“ sowie von Regenbogenfamilien, die nur „gestörte Individuen hervorbringen“ würden. Kurz gesagt: Ein Freund der Community wurde er nie. 

Keine Reue bis zuletzt 

Bis heute scheint Santos auch weder einsichtig zu sein, noch überhaupt Reue zu zeigen. Schlussendlich erkannte er sich in 23 Fällen schuldig und wurde im Mai 2024 zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und drei Monaten verurteilt. Nach seiner Gefängniszeit wolle er dann in Europa leben, hatte er zuletzt großmündig verkündet

Von seinen vermeintlichen Fans verabschiedete er sich jetzt via X: „Nun, meine Lieben. Der Vorhang fällt, das Rampenlicht wird gedimmt und die Strasssteine werden eingepackt. Von den Hallen des Kongresses bis zum Chaos in den Kabelnachrichten – was für eine Achterbahnfahrt das war! War es chaotisch? Immer. Glamourös? Gelegentlich. Ehrlich? Ich habe es versucht… an den meisten Tagen. An meine Unterstützer: Ihr habt dieses wilde politische Kabarett lohnenswert gemacht. An meine Kritiker: Danke für die kostenlose Werbung. Ich verlasse vielleicht vorerst die Bühne, aber glaubt mir, Legenden verschwinden nie wirklich. Für immer euer fantastischer George.“ Wahrscheinlich spricht Santos zuletzt doch einmal die Wahrheit, denn so ganz wird er wohl noch nicht das Scheinwerferlicht verlassen wollen – es steht zudem zu befürchten, dass sein Leben irgendwann zeitnah Stoff für eine Streamingserie werden könnte. Netflix hat ein Faible für quere Figuren.  

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