Direkt zum Inhalt
Manfred Bruns - Nachruf
ANZEIGE

Manfred Bruns Nachruf auf einen Vorreiter der LGBTI*-Bewegung

co - 23.10.2019 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

In einer Pressemitteilung gab der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) bekannt, dass Manfred Bruns am 22. Oktober verstorben ist. Dieser hatte den Verband mit aufgebaut und war lange Zeit in dessen Vorstand tätig gewesen. Als Justiziar des Verbandes setzte er sich bis zu seinem Tode für die Gleichstellung der LGBTI*-Community ein.

Dem juristischen Genie und der Beharrlichkeit des Bundesanwalts a.D. verdanken wir die heutige LGBTI*-Gesetzgebung. Mehr als zehn Jahre lang trat Bruns als Stimme des LSVD in der Politik entschlossen und fachkundig für die Rechte der Community ein.

Bereits seit den 80ern war Bruns ein Vorkämpfer der LGBTI*-Emanzipationsbewegung und setzte sich unter anderem für eine liberale Aids-Politik, die Ehe für alle und das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) ein. Mit seiner annotierten Sammlung von Urteilen zur LGBTI*-Rechtsprechung gab er deutschen Juristen ein unentbehrliches Arbeitsmittel an die Hand.

Außerdem war Bruns Gründungsstifter der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, die sich weltweit für die Rechte und die Sicherheit von LGBTI* weltweit einsetzt.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Erstes nationales Denkmal

Gedenkstätte auf Friedhof Sihlfeld

Zum ersten Mal in der Schweiz wurde ein öffentliches Denkmal für die Opfer von Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen eingeweiht.
Rücktritt gefordert

Kirche schweigt nach CSD-Anschlag

Der Passauer Bischof Oster hat bei einer Predigt queere Menschen und Veranstaltungen wie den CSD offen als Gefahr für die Demokratie bezeichnet.
Aus Scham wird Stärke

Vom Escort zum Tarot-Coach

Ein ehemaliger Gay-Escort macht persönliche Erfahrungen mit Scham und Trauma zum Ausgangspunkt für seine Arbeit mit Tarot.
Instagram greift durch

Heimliche Videos stoppen

Instagram verschärft den Kampf gegen heimliche Aufnahmen mit Smartbrillen und sperrt erstmals Konten mit Millionenpublikum.
Hass-Konferenzen in Afrika

Erweiterte Pläne für 2027

Ein afrikanisches Anti-LGBTIQ+-Netzwerk will seine Aktivitäten 2027 deutlich ausbauen und strebt langfristig Einfluss auf Gesetze an.
"Lächerlich" laut Sage Steele

Vorstellung bei Heimspiel

Ex-Moderatorin Sage  Steele hat die Vorstellung des neuen nicht-binären Maskottchens des Damen-Basketball-Teams Toronto Tempo "lächerlich" genannt.
Flucht in die Freiheit

Paradies mit Schattenseiten

Kap Verde gilt als sicherer Zufluchtsort für viele verfolgte homosexuelle Afrikaner – doch fehlende Asylregeln lassen viele in Unsicherheit zurück.
Der Druck zum Posten

Urlaub unter Beobachtung

Vor allem junge Menschen – auch viele queere – teilen ihren Urlaub selbstverständlich in sozialen Netzwerken. Doch das Posten kann belastend werden.
Gewalt gegen queere Fahrgäste

Forderungen an Fahrdienst Uber

Ein schwerer Angriff auf eine trans* Frau in Kolumbien löst Forderungen nach besserem Schutz queerer Fahrgäste bei Fahrdienst-Apps wie Uber aus.