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Zwischenziele nicht erreicht UNAIDS fordert mehr Dynamik im Kampf gegen Aids

Von km - 04.06.2021 - 14:58 Uhr
UNAIDS fordert mehr Dynamik im Kampf gegen Aids
Foto: © UNAIDS
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Wenn die Welt die Aids-Pandemie, wie vor Jahren beschlossen, bis 2030 beenden will, müssen weitere Milliardenbeträge investiert werden. UNAIDS hat neue ehrgeizige Ziele veröffentlicht und Strategien entwickelt, um diese doch noch zu erreichen. Dafür müssten die Ausgaben für Präventionsprogramme, Tests, Behandlungen und anderes deutlich steigen - von zuletzt unter 20 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2025 auf mindestens 29 Milliarden Dollar pro Jahr.

Die bis 2020 gesteckten Zwischenziele sind nämlich alle verfehlt worden, wie das UN-Programm UNAIDS am Donnerstag zum 40. Jahrestag der damals mysteriösen Krankheit in Genf berichtete. „Die Zeit wird knapp, um Aids bis 2030 zu beenden", heißt es deshalb in dem Bericht. Bis 2020 sollten eigentlich 90 Prozent aller Menschen mit HIV über ihre Infektion Bescheid wissen, 90 Prozent von ihnen Zugang zu einer antiretroviralen Therapie haben und bei 90 Prozent der Behandelten keine Viren mehr nachweisbar sein. Weltweit lagen die Zahlen Ende 2020 bei 84 Prozent, 73 Prozent und 66 Prozent. Deutschland hat immerhin die letzten zwei, der insgesamt drei Ziele erreicht.

Das Versagen liegt nicht nur an der Coronavirus-Pandemie, die in vielen Ländern Ressourcen verschlungen hat und verhinderte, dass Menschen sich testen ließen oder Medikamente abholten. Schon seit einigen Jahren seien die internationalen Mittel, die zum Kampf gegen Aids aufgebracht werden, rückläufig, so UNAIDS. Kommende Woche wollen die Vereinten Nationen in New York beim Aids-Gipfel einen neuen Spendenaufruf starten.

 „Die COVID-Pandemie hat den Politikern vor Augen geführt, wie verletzlich wir alle sind, wie das Wirtschaftsleben zum Stillstand gebracht werden kann, wie Menschen sterben“, sagte die Exekutivdirektorin von UNAIDS, Winnie Byanyima, der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb müsse nun auch neue Dynamik beim Kampf gegen Aids entwickelt werden. „Wir haben (in der Corona-Pandemie) bewiesen, dass die Wissenschaft in kürzester Zeit Lösungen hervorbringen kann, und wir haben bewiesen, dass Regierungen Ressourcen aufbringen können“, sagte Byanyima. Sie sei deshalb vorsichtig optimistisch, dass dies auch zur Beendigung der HIV-Pandemie möglich sei. 

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