Direkt zum Inhalt
UN-Menschenrechtsrat stellt Forderungen // © KenWiedemann

Zwei Inselstaaten zeigen sich stur Gleichgeschlechtliche Aktivitäten bleiben im Osten der Karibik illegal

tr - 14.07.2021 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Erneut hatte der UN-Menschenrechtsrat Mitgliedsstaaten genauer betrachtet und einen Bericht über die derzeitige Lage veröffentlicht. Die beiden Inselstaaten St. Lucia, sowie Saint Kitts und Nevis wurden aufgefordert, gleichgeschlechtliche Aktivitäten zu legalisieren. Doch wiederholt wurde dem nicht nachgegangen. Die Staaten im Osten der Karibik bleiben bei ihrer Meinung.

Gesetze und Forderungen der beiden Inselstaaten

Bis zu zehn Jahre Haft können in den zwei Staaten derzeit für gleichgeschlechtliche Handlungen verhängt werden. Auch Zwangsarbeit ist in Saint Kitts und Nevis möglich. Zusätzlich wurde eingefordert, dass Gesetze erlassen werden, die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität verbieten. Vor allem im Bereich Bildung und Gesundheit müssen die Einwohner geschützt werden. Doch selbst das wurde abgelehnt, berichtete gay.ch.

Queere Menschen leben in Angst

St. Lucia, Saint Kitts und Nevis sind für Touristen schöne Reiseziele aber für nicht-heterosexuelle Menschen kein guter Ort zum Leben. Alte Gesetze in den beiden Inselstaaten werden beispielsweise genutzt, um Diskriminierung und Gewalt zu rechtfertigen. Queere Leute können sogar erpresst werden. LGBTI*-Mitglieder haben Angst und scheuen sich vor einem Coming-out. Sie fürchten Folgen wie Gewalt und sogar Mord, denn die Feindlichkeit gegenüber homosexuellen Menschen ist sehr hoch. Man kann nur hoffen, dass der UN-Menschenrechtsrat in Zukunft erfolgreicher ist und Besserungen für die LGBTI*-Community eintreten.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Geschlechtseintrag Österreich

Neue erweiterte Möglichkeiten

In Österreich gibt es seit dieser Woche erweiterte Möglichkeiten für den Geschlechtseintrag, darunter „inter“, „divers“ und „offen“.
CSD Cloppenburg fällt aus

Neustart für 2027 geplant

Der CSD Cloppenburg in Niedersachsen fällt dieses Jahr aus. Der Verein betont, es gäbe schlicht zu wenig Ehrenamtliche.
Koalitionsvertrag Brandenburg

SPD und CDU stellen Programm vor

In Brandenburg hat die neue rot-schwarze Regierung den neuen Koalitionsvertrag vorgestellt, LGBTIQ+-Themen werden nur am Rande erwähnt.
Geschmackloser Wahlkampf

Strafanzeige gegen Kandidaten

Ein AfD-Wahlplakat mit möglicher NS-Symbolik hat im brandenburgischen Landkreis Uckermark eine staatsanwaltschaftliche Überprüfung ausgelöst.
Boykott der Community

LGBTIQ+-Nutzer ziehen zurück

Queere deinstallieren ChatGPT, nachdem bekannt wurde, dass die KI-Modelle künftig auch für das US-Verteidigungsministerium weiterentwickelt werden.
Großer Verlust für LGBTIQ+

Deadpool, X-Men und Captain Marvel

Der plötzliche Tod des Comiczeichners Jacopo Camagni im Alter von nur 48 Jahren hat weit über Italiens Grenzen hinaus Bestürzung ausgelöst.
Appell an EU-Abgeordnete

Beziehungen zwischen EU und USA

Ende der Woche präsentiert das EU-Parlament einen Bericht über die politischen Beziehungen zu den USA. LGBTIQ+-Themen werden dabei bisher verschwiegen
LGBTIQ+-Rede geht viral

Schock bei christlichen Hardlinern

Eine Rede des US-Demokraten James Talarico geht gerade viral, darin verteidigt er LGBTIQ+ gegenüber christlichen Nationalisten.