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wütender Mob Homosexuelles Paar im Urlaub brutal angegriffen

Von km - 19.07.2021 - 13:00 Uhr
Homosexuelles Paar im Urlaub brutal angegriffen
Foto: © Sproetniek
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Urlaub mit homophober Gewalt

Ein schwules Paar, das auf der französischen Insel Korsika Urlaub machte, wurde von einer Gruppe von bis zu 20 jungen Männern brutal angegriffen. Obwohl sich eine große Menschenmenge von etwa 60 Personen versammelte, um die Schlägerei zu beobachten, wurde nichts unternommen, um zu helfen. „Es ist, als hätten sie einfach Popcorn rausgenommen" und sich eine Show angesehen, sagte eines der Opfer.

Mickaël erzählte der französischen LGBTQ-Publikation TÊTU, dass er und sein Freund Benoît mit Benoîts Bruder, seiner Schwester und seiner Schwägerin in der Stadt waren, um den Nationalfeiertag am 14. Juli zu feiern.

„Ich habe nur mit meinem Freund, seinem Bruder, seiner Frau und seiner Schwester getanzt", erzählte Mickaël. "Eine Gruppe von Teenagern, die etwa 15 bis 20 Jahre alt waren, machte sich über uns lustig und nannte uns Schwuchteln.". Einer der Teenager holte sein Handy heraus und zeigte ihm ein Bild von einer Person, die auf eine Regenbogenflagge uriniert.

Etwa 20 Menschen wurden gewalttätig

„Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und habe ihm gesagt, dass ich eigentlich schwul bin", erinnerte sich Mickaël. "Da hat er mir sein Kreuz gezeigt und mir gesagt, dass das gegen die Natur ist."

Das Paar beschloss, die Bar vorzeitig zu verlassen. Doch der Teenager, der ihnen das Bild zeigte, folgte ihnen und packte Mickaëls am Arm. „Er meinte, ich solle ihn in Ruhe lassen und nannte mich eine Schwuchtel", sagte Mickaël.

Laut den beiden Männern begannen der Teenager und etwa 20 andere Leute, sie zwischen einigen geparkten Autos vor der Bar, zu Boden zu schlagen.

Unterlassene Hilfeleistung von 60 Personen

„Ich musste fünf Schläge einstecken, bevor ich zwischen zwei Autos eingeklemmt war, mit 10 Typen auf mir", betonte Benoît. „Zum Glück habe ich nicht das Bewusstsein verloren, wer weiß, was hätte passieren können. Wäre ich noch am Leben?", fragte er und erklärte, dass er an Samuel Luiz dachte, einen 24-jährigen schwulen Mann, der Anfang des Monats in Spanien von einem Mob auf der Straße zu Tode geprügelt wurde.

Sie berichteten, dass etwa 60 Leute dem Angriff zusahen und nichts taten, um zu helfen. „Wir hörten sie 'Schwuchteln!' schreien, als wären sie glücklich, uns sterben zu sehen".

Krankenhaus und Krankmeldung

Mickaël und Benoît verließen das Krankenhaus um 2 Uhr morgens und sie müssen sich laut ärztlicher Aussage mindestens acht Tage von der Arbeit freinehmen, um sich von ihren Verletzungen zu erholen.

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich angegriffen wurde", gab Mickaël zu. „Aber ich habe noch nie eine solche Gewalt von einem ganzen Mob erlebt, der mich angreift, es war schockierend."

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