Weltmeisterschaft in Katar Englischer Fußballer Harry Kane unterstützt LGBTI*-Fans
Fußball-Profi Harry Kane ist der Kapitän der englischen Mannschaft. Am Dienstag tat er sich seinen Kapitäns- und Spielerkollegen zusammen, um die mannigfaltigen Menschenrechtsverletzungen in Katar zu „beleuchten“, wo im November und Dezember dieses Jahres die Fußballweltmeisterschaft stattfindet.
Scharia und Schuldknechtschaft
In Katar ist Homosexualität illegal. Vor dem Scharia-Gericht kann sie sogar mit dem Tod bestraft werden. Außerdem berichtete beispielsweise Amnesty International beim Bau der Stadien von der Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte: Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiteten dabei quasi in Knechtschaftsverhältnissen. Proteste gegen eine WM in Katar existieren seit 2010.
Verantwortung wahrnehmen und darüber sprechen
„Das ist etwas, was ich versuchen werde zu tun“, so Kane laut dem Mirror. „Ich denke, das wird eine größere und stärkere Botschaft aussenden. Das liegt in der Verantwortung eines Team-Kapitäns. Es ist wichtig, über diese Dinge zu sprechen und sich nicht vor ihnen zu verschließen. […] Für mich und unsere Mannschaft geht es darum, […] unsere Reichweite zu nutzen, um auf jede erdenkliche Weise zu helfen.“ Besonders wichtig sei, dass der Dialog auch nach der WM nicht abreiße: „Diese Gespräche jetzt zu führen, ist definitiv nützlich. Aber es ist wichtig, dass diese Gespräche weitergehen. […] Alle Probleme, die wir zu lösen versuchen, versuchen wir für immer zu lösen.“