WCs für alle Geschlechtsneutrale Toiletten in Züricher Schulen
Künftig sollen bei Schulhaus-Neubauten in Zürich ein Drittel aller Toiletten geschlechtsneutral sein. Pissoirs sollen für diese Gebäude außerdem nahezu gänzlich der Vergangenheit angehören. Existierende Schulen sollen die neue Verordnung laut dem Tages-Anzeiger „so weit wie möglich“ umsetzen. Damit setzte Zürich eine Verordnung um, die für die Gymnasien seines Kantons bereits gilt. Die Stadt Luzern und das Kanton Waadt verabschiedeten bereits Ende 2021 eine ähnliche Regelung, Bern diskutiert noch.
Inklusives Ausscheiden
Auf Stockwerken mit Klassenzimmern soll es keine Pissoirs mehr geben, sondern nur noch WCs mit Kabinen, die allen Lernenden zur Verfügung stehen. Hat die Schule mehr als fünfzig Mitarbeitende, soll es für diese ebenfalls einen geschlechtsneutralen, behindertengerechten Toilettenraum geben. Bei bis zu zehn Mitarbeitenden ist ausschließlich eine geschlechtsneutrale Toilette vorgesehen. Die Stadt Zürich schätzt, dass unter 1.000 Lernenden zwischen 3 und 30 Personen trans* sind und eine Person inter*.
„Argumente“ für das Pissoir
Viele Kritiken halten sich an den schwindenden Pissoirs auf. Laut dem Tages-Anzeiger weisen einige Argumente beispielsweise auf die Platz- und Wasserverschwendung konventioneller Toiletten hin. Andere führen die „erheblich steigenden“ Reinigungskosten an, da Männer nicht im Sitzen pinkeln würden und damit vielfach die Schüssel verfehlten. Wieder andere fühlen sich verraten „beim Versuch, 0,1% der Bevölkerung zu genügen“.