Direkt zum Inhalt

Türkei – Schwuler Gefängnisinsasse Opfer von homophoben Gewaltverbrechen landet im Krankenhaus

Von tr - 15.04.2021 - 13:00 Uhr
Türkei – Schwuler Gefängnisinsasse // © facebook.com/fabien.azoulay.9
Foto: Türkei – Schwuler Gefängnisinsasse // © facebook.com/fabien.azoulay.9
ANZEIGE
Loading audio player...

In der Türkei sitzt ein schwuler Mann im Gefängnis. Er wurde von Insassen bedroht, geschlagen und verbrüht, weil diese homophob sind. Das Opfer heißt Fabien Azoulay und ist 43 Jahre alt. Verhaftet wurde er, da er Drogen gekauft hatte. Jetzt setzen sich seine Anwälte dafür ein, dass der Franzose seine Reststrafe im Heimatland verbüßen darf. Der Grund ist die Hoffnung auf Schutz vor den Anti-LGBTI*-Angriffen.

Haftbedingungen gleichen einem Angriff auf die Menschenwürde

Die Haftbedingungen werden als Attacke auf die Menschenwürde bezeichnet. Neben den homophoben Beschimpfungen wird Azoulay von Mitgefangenen aufgefordert, sich dem Islam anzuschließen und täglich fünfmal zu beten, erklärte eine seiner Anwältinnen. Er kann seinen jüdischen Glauben nicht frei ausleben und muss seine sexuelle Orientierung verbergen.

Verletzungen, die ihn ins Krankenhaus brachten

Nachdem ein Insasse herausgefunden hatte, dass Azoulay schwul ist, hat er ihm im Schlaf heißes Wasser über den Körper gekippt. Daraufhin erlitt der Gay Verbrennungen 2. Grades und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Während seiner Zeit im Gefängnis hat er Schlägereien und sogar einen Mord miterlebt. Auch jenes Opfer war schwul gewesen. Noch immer wird um eine Rückführung nach Frankreich gekämpft. Azoulay leidet mittlerweile an schweren Depressionen und Suizidgedanken, berichten die PinkNews. Wenn er an das Entlassungsdatum im Jahr 2034 denkt, sagt er, er würde es nicht schaffen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

BILDÜberraschendes Geständnis von Maite Kelly - Ich könnte mich auch in eine Frau verliebenrbb24CSD-Anschlag: Regenbogenbank im Tiergarten immer wieder beschädigtFrankfurter Allgemeine ZeitungBrief aus Istanbul: Das Jahrhundert der AbzockeMOPO„Schwule Scheiße“: St. Pauli-Buhmann Behrens relativiert seine Skandal-AussagenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Warnung von Andrew Scott

Kein Vergessen der Aids-Krise

Der schwule Schauspieler Andrew Scott fordert, die Aids-Krise nicht zu vergessen. Sein neuer Film „Elsinore“ erinnert an jene Zeit.
Schwuler Politiker wehrt sich

BDSM-Fotos sorgen für Wirbel

Alte BDSM-Fotos bringen den schwulen US-Politiker Chris Gallant in die Schlagzeilen. Doch der Kongresskandidat denkt nicht an Rückzug.
Coming-Out bleibt ein Tabu

Schwule Profis schweigen weiter

Thomas Hitzlsperger sieht kleine Fortschritte gegen Homophobie im Fußball. Doch viele schwule Profis fürchten ein Coming-Out selbst nach Karriereende.
Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.
Queere Jugendliche in Wien

Mehr Angst vor Anfeindungen

Anfeindungen und Gewalt belasten queere Jugendliche in Wien zunehmend. Experten warnen vor psychischen Folgen und fordern bessere Hilfsangebote.
Russlands Strafen explodieren

Rekordbußen gegen LGBTIQ+

Russland verschärft die Verfolgung von LGBTIQ+-Menschen: 2025 stiegen die Geldstrafen um 83 Prozent, die Verfahren um ein Drittel.
Verbot spaltet Tasmanien

Streit um Homo-Heilung

Tasmanien will über ein Verbot von Konversionsmaßnahmen abstimmen. Während die Befürworter auf Schutz drängen, warnen Gegner vor Einschränkungen.
Behrens rechtfertigt Eklat

Kicker betont "dumme Aussage“

Zwei Jahre nach seinem homophoben Spruch spricht Fußballer Kevin Behrens über die Folgen des Eklats, Anfeindungen und Probleme bei der Vereinssuche.
Niederlande zeigen Lila

Statement gegen Ausgrenzung

Am „Lila Freitag“ zeigen die Niederlande heute Solidarität mit LGBTIQ+-Jugendlichen vor dem Hintergrund sinkender Akzeptanz gegenüber Homosexuellen.