Studie zeigt Viel Handlungsbedarf gegen Diskriminierung notwendig
Die Ergebnisse einer Studie der EU-Grundrechteagentur FRA zeigen deutlich, dass noch sehr viel Handlungsbedarf gegen Diskriminierung an LGBTI* Personen besteht. Aus Angst vor Benachteiligung verstecken auch in Deutschland noch viele Menschen ihre geschlechtliche oder sexuelle Identität, zeigt die Umfrage.
Im Rahmen der Studie wurden fast 140.000 Personen in Mitgliedstaaten der EU, sowie Mazedonien und Serbien, befragt, welche sich selbst als schwul, lesbisch, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich beschreiben würden. Fast 50 Prozent der Befragten gaben an, sich aus Angst vor Diskriminierung nicht mit dem Partner in der Öffentlichkeit zu zeigen. Außerdem wurde deutlich, dass etwa 20 Prozent ihre Identität am Arbeitsplatz verheimlichen. "Das muss uns große Sorgen bereiten", so Bernhard Franke, Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Der internationale Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai solle daher trotz Corona zum Anlass genommen werden, weiterhin auf die Missstände hinzuweisen.
Es bestehe viel Handlungsbedarf, auch für die Gleichbehandlungsrichtlinie der EU müsse deutlich mehr gekämpft werden - "damit überall in der EU der Schutz vor Diskriminierung über den Arbeitsplatz hinaus gesichert ist", so Franke.