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Streitfall Regenbogenbinden Frankreich streitet, Australien will die bunte Kapitänsbinde!

Von ms - 16.05.2023 - 14:00 Uhr
Streitfall Regenbogen-Armbinden
Foto: iStock / Claudia Ayuso Ramirez
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Bei der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Katar kam es erstmals zu heftigen Diskussionen rund um das Tragen von regenbogenfarbenen Armbinden bei Fußballern als Solidaritätszeichen für die LGBTI*-Community. Nun entbrennt der Streit darüber offenbar erneut. In Frankreich weigerten sich zwei Spieler der französischen Ligue 1-Vereine Toulouse und Nantes, an einem Spiel teilzunehmen, das Teil einer Kampagne gegen Homophobie war und bei der sie in Trikots mit Regenbogenfarben spielen sollten.

„Respekt ist ein Wert, den ich sehr hochschätze. Das gilt für andere, aber auch für meine persönlichen Überzeugungen. Daher glaube ich nicht, dass ich die geeignetste Person bin, um an dieser Kampagne teilzunehmen“, so einer der beiden Fußballer, der marokkanische Nationalspieler Zakaria Aboukhlal. Inzwischen bekunden weitere Spieler ihre Kritik am Tragen einer Armbinde oder T-Shirts in Regenbogenfarben.

Homophobie ist keine Meinung

In Frankreich ist so die Debatte um mögliche Solidaritätsbekundungen voll entbrannt, mehrere Vereine, Verbände, Fußballer und Fans diskutieren die Grundfrage, ob Fußballer politisch agieren sollten oder nicht. Die Nationale Union der Berufsfußballer zeigte sich erstaunt über die Forderung nach dem Tragen von Regenbogenbinden, der französische Regierungssprecher Olivier Veran kritisierte hingegen die Weigerung der Spieler und sagte: „Wir müssen Werte verteidigen, die uns vereinen, und dafür ist auch der Sport da. Homophobie ist keine Meinung, sondern eine Beleidigung.“ Wieder andere wie der Trainer von Stade Brestois, Eric Roy, fordern, die Entscheidung darüber müsse jedem Spieler selbst überlassen bleiben.

Kehrtwende bei der FIFA?

Bei der anstehenden Fußballweltmeisterschaft der Frauen in knapp zwei Monaten in Australien spricht sich die Mehrheit der Verantwortlichen für das Tragen von Regenbogenbinden aus und hofft auf ein positives Signal seitens der zuständigen FIFA, die noch im vergangenen Jahr und zuletzt abermals im März dieses Jahres gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) erklärt hatte, dass dies weiterhin verboten sei. Folgt nun die Kehrtwende bei der FIFA? Der Chef des australischen Fußballverbandes James Johnson, der zusammen mit Neuseeland die Weltmeisterschaft ausrichtet, erklärte, dass er davon ausgeht, dass die Spielerinnen die Armbinde tragen werden und dass die Gespräche mit der FIFA über derartige Gesten noch nicht abgeschlossen sind.

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