Direkt zum Inhalt
Starkes Statement im Eishockey

Starkes Statement im Eishockey Kapitän der Montreal Canadiens heißt Homosexuelle willkommen

ms - 30.01.2026 - 15:30 Uhr
Loading audio player...

Der Kapitän des NHL-Teams Montreal Canadiens, Nick Suzuki, hat jetzt erklärt, dass seine Mannschaft bereit sei, einen offen homosexuellen Spieler im Team willkommen zu heißen. Hintergrund ist die aktuelle Debatte über sexuelle Vielfalt im Profi-Eishockey, die durch die kanadische Fernsehserie „Heated Rivalry“ massiv an Aufmerksamkeit gewonnen hat.

Ängste vieler Athleten im Spitzensport

Suzuki äußerte sich in der Sendung „Tout le monde en parle“ des öffentlich-rechtlichen Senders Radio-Canada. An der Runde nahmen auch seine Teamkollegen Juraj Slafkovský, Alexandre Texier und Oliver Kapanen teil. Alle vier bereiten sich derzeit auf ihre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo vor.

Auf die kanadische Hit-Serie „Heated Rivalry“ angesprochen, die die geheime Liebesbeziehung zwischen zwei schwulen Profi-Eishockeyspielern thematisiert, sagte Suzuki: „Ich habe davon gehört, ich denke, wir alle haben davon gehört.“ Die Produktion beleuchte die Ängste vieler Athleten vor einem Coming-Out, etwa mit Blick auf Privatsphäre, öffentliche Reaktionen und mögliche Auswirkungen auf ihre Karriere, so Suzuki, der zudem betonte: „Sie hat die Welt im Sturm erobert und viele neue Zuschauer zum Eishockey gebracht, was großartig ist.“ 

Schwule Spieler sind willkommen 

Der 26-jährige Stürmer beteuerte weiter, dass Respekt und Akzeptanz fest zur Kultur der Canadiens gehörten – auch wenn es bislang keinen offen schwulen Spieler in der NHL gegeben habe. „Als Team sind wir meiner Meinung nach gut darauf vorbereitet, jeden willkommen zu heißen, der sich outen würde. Da würde sich nichts ändern, wenn sich jemand outet, ganz gleich ob bei uns oder bei einem anderen Team“, so Suzuki.

Auch Teamkollege Alexandre Texier sprach sich für Offenheit aus. „Wir veranstalten Pride-Nights, um Unterstützung zu zeigen. Das ist wichtig – nicht nur im Sport, sondern im Leben insgesamt. Als Eishockeyspieler, als Spieler der Montreal Canadiens würden wir das akzeptieren. Es gibt kein Tabu“, bekräftigte Texier. 

Das Schweigen brechen 

Trotz Initiativen wie Pride-Spieltagen und Kampagnen zur Förderung von Vielfalt gilt das Profi-Eishockey der Männer weiterhin als zurückhaltend, wenn es um offen homosexuelle oder queere Athleten geht. Dieses Schweigen ist ein zentrales Thema der Serie „Heated Rivalry“, die auch außerhalb der klassischen Fangemeinde auf viel Resonanz stößt.

Im Dezember erklärte ein NHL-Vertreter, die Serie habe eine besondere Wirkung entfaltet. „Es gibt viele Wege, sich für Eishockey zu begeistern, und in der 108-jährigen Geschichte der NHL ist dies vielleicht der ungewöhnlichste Auslöser, um neue Fans zu gewinnen“, hieß es. „Wir sehen uns in der Arena.“ Auch aus der Führung der Liga kam positives Echo. NHL-Commissioner Gary Bettman sagte: „Ich habe sie in einer Nacht durchgeschaut.“ Die Kommunikations-Vizepräsidentin der Montreal Canadiens, Chantal Machabée, erklärte zudem: „Wir sind ein inklusives Team, wir heißen alle willkommen.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.
Überraschung bei US-Studie

Mehrheit für trans* Community

Die Mehrheit der US-Amerikaner unterstützt die trans* Community, offenbart nun eine neue Studie der queeren Human Rights Campaign.
Bundesweite Segnung für alle

Forderung des LSBT+ Komitees

Etwas mehr als die Hälfe der Bistümer segnet bisher homosexuelle Paare. Zu wenig, stellt jetzt das Katholische LSBT+ Komitee klar.
Brutale Attacke in Spanien

Angriff auf Miss Trans Zamora

Eine Gruppe junger Frauen hat in einem Club im Nordwesten Spaniens eine junge trans* Frau und Titelträgerin von Miss Trans Zamora zusammengeschlagen.