Direkt zum Inhalt
Mpox in der Schweiz
ANZEIGE

Mpox in der Schweiz Schwerere Verläufe durch neue Virus-Variante

ms - 22.04.2026 - 13:45 Uhr
Loading audio player...

In der Schweiz ist zuletzt ein Anstieg von Infektionen mit Mpox festgestellt worden. Nach Angaben aus dem Gesundheitsbereich treten dabei nicht nur mehr Fälle auf, sondern auch vermehrt schwerere Krankheitsverläufe. Ähnliche Entwicklungen waren zuvor bereits in anderen Teilen Europas sowie auch in Berlin beobachtet worden.

Das Wichtigste im Überblick

  • In der Schweiz werden wieder mehr Mpox-Infektionen registriert, teils auch mit schwereren Verläufen.
  • Verantwortlich ist laut Experten insbesondere die Virusvariante 1b.
  • Gesundheitsstellen rufen verstärkt zur Impfung auf, vor allem für Risikogruppen.
  • Bei Symptomen nach sexuellen Kontakten wird geraten, spezialisierte Anlaufstellen aufzusuchen.
  • Die Krankheit wird vor allem durch engen Haut- und Schleimhautkontakt übertragen.

Gefährliche Variante Ib

Als Auslöser gilt insbesondere die Virusvariante Klade Ib. Vor diesem Hintergrund rufen Fachleute sowie verschiedene Gesundheitsstellen in der Schweiz erneut zur Impfung auf. Besonders angesprochen sind dabei Männer, die Sex mit Männern haben, sowie Personen mit häufig wechselnden Partnern. Für einen vollständigen Schutz werden zwei Impfdosen empfohlen. Zudem wird geraten, bei möglichen Symptomen nach einem sexuellen Kontakt frühzeitig spezialisierte Einrichtungen oder Fachärzte aufzusuchen und das Thema Mpox aktiv anzusprechen. Diese Stellen verfügten häufig über mehr Erfahrung im Umgang mit der Infektion. 

Grippeähnliche Symptome 

Zu den typischen Beschwerden zählen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel-, Hals- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten und Schüttelfrost. Darüber hinaus können Schmerzen im Genital- und Analbereich auftreten. Charakteristisch sind zudem Hautveränderungen mit einzelnen oder wenigen Pusteln und Bläschen, die jucken oder schmerzen können und häufig im Gesicht sowie an Armen und Beinen auftreten. Übertragen wird das Virus vor allem durch direkten Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten, unter anderem auch beim Geschlechtsverkehr. In den meisten Fällen heilt die Infektion von selbst aus, allerdings sind in Einzelfällen auch Komplikationen möglich.

Entwicklung der Ausbreitung

Als Grund für die aktuelle Entwicklung gilt die Virusvariante Ib, die im Vergleich zur bislang in Europa dominierenden Variante IIb als schwerwiegender eingestuft wird. Fachleuten zufolge ist Variante Ib mit einem höheren Risiko für schwere Krankheitsverläufe verbunden und wurde in früheren Ausbruchsgeschehen mit einer höheren Sterblichkeit in Verbindung gebracht als die Variante IIb, die seit 2022 vor allem in Europa zirkulierte und meist mildere Verläufe zeigte. Zudem wird Variante Ib mit einer stärkeren Ausbreitungsdynamik in bestimmten Risikogruppen wie bei Sexarbeitern oder sexuell aktiven schwulen und bisexuellen Männern in Verbindung gebracht. In jüngerer Zeit wurde auch in Berlin ein deutlicher Anstieg von Infektionen mit dieser Variante beobachtet. Besonders gefährlich ist die Virus-Variante für Menschen mit HIV oder Personen mit einer Immunschwäche beziehungsweise anderweitigen Erkrankungen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Ex-HNO-Arzt festgenommen

Brutaler Missbrauch von Patienten?

Ein 76-jähriger HNO-Arzt aus Frankfurt sitzt wegen des Verdachts auf schwere sexuelle Nötigung und Körperverletzung von Männern in Untersuchungshaft.
Pride-Farben auf Island

Streit entzweit die Bevölkerung

In Island wird die Nationalflagge zum politischen Streitpunkt – zwischen Pride-Symbolik, Rechtsextremismus und dem Wunsch nach Einheit.
Neue Studie untersucht Väter

Väterzeit kann psychisch entlasten

Gute Nachrichten für schwule Väter: Eine neue Studie zeigt, dass eine Elternzeit bei Vätern mit einem geringeren Depressionsrisiko verbunden ist.
Queere Menschen in Ohio

Neue Hürden für trans* Menschen

Der Bundesstaat Ohio erschwert trans* Menschen die Änderung des Geschlechtseintrags auf Ausweisen und sorgt damit erneut für viel Kritik.
Appell von Ghanas Erzbischof

Statement gegen Anti-LGBTIQ+-Gesetz

Ghanas anglikanischer Erzbischof lehnt die Kriminalisierung homosexueller Menschen ab und stellt sich gegen das geplante Anti-LGBTIQ+-Gesetz.
Krise bei Goose-App

Gründer zieht sich zurück

Goose-Mitgründer Derek Chadwick verlässt überraschend die Dating-App nach rund zwei Monaten, weil sich ihre Ausrichtung von seiner Vision entfernt hat
Eklat in Florida

DeSantis suspendiert Gefolgsmann

Aufregung in Florida: Ein von Gouverneur Ron DeSantis ernannter Amtsträger ist wegen schwerer Vorwürfe gegen ein Kind jetzt festgenommen worden.
LGBTIQ+-Politik im Wahlcheck

Parteien mit klaren Unterschieden

Der LSVD+ Berlin-Brandenburg sieht deutliche Unterschiede bei den queerpolitischen Positionen der Parteien und fordert konkrete politische Maßnahmen.
Dortmund zeigt Flagge

1.000 Pride-Flaggen für die Stadt

Dortmund setzt vor dem CSD mit 1.000 Pride-Flaggen ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Solidarität und Akzeptanz in der Stadt.