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Rauswurf von trans* Mädchen Der britische Girlguiding-Verein stellt ein Ultimatum

Von ms - 25.03.2026 - 13:00 Uhr
Rauswurf von trans* Mädchen
Foto: IMAGO / Pro Sports Images
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Die größte britische Mädchenorganisation Girlguiding hat angekündigt, dass trans* Mädchen und junge Frauen, die derzeit Mitglied sind, die Organisation bis spätestens 6. September verlassen müssen. Nach diesem Datum werde die Mitgliedschaft auf Personen beschränkt, die nach „biologischem Geschlecht als Mädchen und junge Frauen“ definiert sind. Die Entscheidung erweitert eine bereits im Dezember 2025 getroffene Regelung, wonach trans* Mädchen nicht mehr als neue Mitglieder aufgenommen werden können.

Neue Richtlinien nach Richterbeschluss 

In ihrer Mitteilung betonte Girlguiding, die Frist bis September solle betroffenen Mitgliedern und deren Familien ausreichend Zeit geben, sich vorzubereiten. Mitglieder könnten „bis zum 6. September“ bleiben, um ihre nächsten Schritte zu planen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Richtlinienänderung folgt einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2025 zur Definition von Geschlecht im Rahmen des Equality Act 2010. Dieses Urteil hatte Organisationen dazu veranlasst, ihre Anwendung von Regelungen für ein bestimmtes Geschlecht zu überprüfen.

Girlguiding erklärte, die Maßnahme sei notwendig, um die Arbeit der Organisation gesetzeskonform und im Einklang mit ihren Satzungsdokumenten zu gestalten, die die Mitgliedschaftsvoraussetzungen festlegen. Die Organisation betreut etwa 300.000 junge Mädchen zwischen vier und achtzehn Jahren und wird von rund 80.000 Freiwilligen geleitet. Vor der Bestätigung der Änderungen seien rechtliche und organisatorische Prüfungen durchgeführt worden. Zudem teilte Girlguiding mit, dass alle trans* Frauen, die derzeit in für Frauen reservierten Ehrenamtspositionen tätig sind, bis zum 6. September in Positionen wechseln müssen, die für alle Geschlechter offen sind.

Kritik von queerem Verband

Die Trans+ Solidarity Alliance kritisierte die Entscheidung scharf: „Dass inklusive Organisationen gegen ihren Willen unter Druck gesetzt werden, Menschen auszuschließen, ist ein tiefgreifendes Versagen dieser Regierung, ihre Versprechen gegenüber der Trans-Community einzuhalten. Diese Nachricht wird für die Kinder und ehrenamtlichen Leiter, die Girlguiding zusammenhalten, herzzerreißend sein – um ein Problem zu lösen, das ohne Anti-Trans-Gesetzgebung gar nicht existiert.“ Girlguiding teilte indes außerdem mit, dass Freiwillige beraten werden und geprüft werde, wie betroffene Mitglieder nach Inkrafttreten der Änderungen weiterhin mit der Organisation verbunden bleiben können.

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