Direkt zum Inhalt

Queere Schutzeinrichtung Erste LGBTI*-Schutzwohnung in Berlin

Von co - 23.10.2019 - 16:00 Uhr
Sicherheitswohnungen in Berlin
Foto: © golero
ANZEIGE
Loading audio player...

Queere Personen, denen familiäre Gewalttaten oder Zwangsheirat drohen, können jetzt in einer Berliner Schutzwohnung unterkommen. Doch diese bietet insgesamt nur fünf Menschen Platz – viel zu wenige in Anbetracht der prekären Lage in der Hauptstadt, zu welcher der Tagesspiegel konkrete Zahlen liefert.

Vor einigen Tagen suchte eine queere Person Zuflucht beim Lesben- und Schwulenverband (LSVD) vor den massiven Drohungen ihrer Familie. Dieser stellte der Person einen Platz in seiner Schutzwohnung am Berliner Stadtrand zur Verfügung, die nun offiziell eingeweiht ist.

Die Adresse ist neben der betroffenen Person nur sechs weiteren Menschen bekannt: vier LSVD-Mitgliedern und zwei Mitarbeitern vom Kreisverband der Arbeiterwohl, die das Projekt finanziert. Wer in die Schutzwohnung kommt, entscheidet der LSVD: Je größer die Gefahr für die jeweilige Person, desto eher erfolgt der Umzug.

Dass die Wohnung nur so wenige Plätze bietet, ist eine Belastung für die Entscheider. Lesben können zwar auf Frauenhäuser ausweichen, doch für Schwule fehlen konkrete Anlaufstellen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

MOPO„Schwule Scheiße“: St. Pauli-Buhmann Behrens relativiert seine Skandal-AussagenBILD„Wird man nicht los“ - Ex-DFB-Stürmer äußert sich zu Homophobie-EklatDie PresseKanadierin Anne Carson erhält Literaturnobelpreis: Ein oft kryptisches Werk, betörend schönBR24Niedrigwasser: Bodensee-Wasserstand nicht mehr ablesbarAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Russlands Strafen explodieren

Rekordbußen gegen LGBTIQ+

Russland verschärft die Verfolgung von LGBTIQ+-Menschen: 2025 stiegen die Geldstrafen um 83 Prozent, die Verfahren um ein Drittel.
Verbot spaltet Tasmanien

Streit um Homo-Heilung

Tasmanien will über ein Verbot von Konversionsmaßnahmen abstimmen. Während die Befürworter auf Schutz drängen, warnen Gegner vor Einschränkungen.
Behrens rechtfertigt Eklat

Kicker betont "dumme Aussage“

Zwei Jahre nach seinem homophoben Spruch spricht Fußballer Kevin Behrens über die Folgen des Eklats, Anfeindungen und Probleme bei der Vereinssuche.
Niederlande zeigen Lila

Statement gegen Ausgrenzung

Am „Lila Freitag“ zeigen die Niederlande heute Solidarität mit LGBTIQ+-Jugendlichen vor dem Hintergrund sinkender Akzeptanz gegenüber Homosexuellen.
BBC entschuldigt sich

Vorwürfe gegen schwules Paar

Nach falschen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens entschuldigt sich die BBC bei den PinkNews-Verantwortlichen und zahlt eine hohe Entschädigung.
Mahnwache in Berlin

Schutz der Regenbogenbank

Nach wiederholten Angriffen auf den CSD-Gedenkort im Berliner Tiergarten wollen Grüne mit einer dreitägigen Mahnwache ein Zeichen setzen.
Alfie Watts ist bisexuell

Outing von britischen TV-Liebling

Der britische TV-Star Alfie Watts hat sich erstmals öffentlich als bisexuell geoutet. Der 23-Jährige sprach zudem auch über seine Ängste.
David Furnish will HIV stoppen

Ende der Übertragungen bis 2030?

David Furnish sieht die medizinischen Voraussetzungen für ein Ende neuer HIV-Übertragungen erfüllt. Doch Diskriminierung bleibt ein Hindernis.
Aus Trauer wurde Hoffnung

Pulse-Überlebender erinnert sich

Zehn Jahre nach dem Anschlag auf den Pulse-Nachtclub erinnert Brandon Wolf an seinen ermordeten Freund Drew und hilft LGBTIQ+-Jugendlichen.