Psychologen gegen LGBTI*-Hass Albanien verbietet Konversionstherapie
Die albanische Order of Psychologists erklärte die Konversationstherapie für schädlich und strich sie von der Liste zulässiger Behandlungen. Mitglieder, die das Verbot missachten, werden bestraft. Die Order steht allen registrierten Psychologen Albaniens vor – somit gleicht das Verbot einem festgeschriebenen Gesetz.
LGBTI*-Organisationen aus Albanien feiern diesen Schritt, den Xheni Karaj von der Alliance Against Discrimination of LGBT als „sehr, sehr positiv“ bezeichnete. „Wir hatten viele Fälle von Schul-Psychologen, die [LGBTI*-]Kindern sagten, dass es sich dabei um eine Krankheit handelt und dass man sie wieder ‚normal‘ machen sollte“, so Karaj gegenüber Reuters. Die albanische LGBTI*-Organisation Pink Embassy fand laut CGTN heraus, dass Konversionstherapie-Patienten sich mit 8,4-fach erhöhter Wahrscheinlichkeit das Leben nehmen und 5,9 Mal so oft unter Depressionen leiden.
Die Europäische Union hat alle ihre Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, die Konversionstherapie zu verbieten. Das ging aus einer Entscheidung vom März 2018 hervor. Seither sind bisher nur Deutschland, Malta und Albanien dem Aufruf gefolgt.