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Proteste gegen den Hass „Liebe Menschen von Uganda, wir stehen an eurer Seite gegen diese Tyrannei!"

Von ms - 12.04.2023 - 15:00 Uhr
Proteste gegen den Hass
Foto: YouTube / SABC News
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Erneut haben hunderte Menschen in Südafrika gegen das geplante Anti-Homosexuellen-Gesetz demonstriert, das in Kürze in Uganda in Kraft treten soll. Erst vor wenigen Tagen hatte Präsident Yoweri Museveni bestätigt, dass er das Gesetzesvorhaben unterschreiben wolle. Künftig steht damit nicht nur Homosexualität selbst unter Strafe, wiederholte schwule Handlungen werden sogar mit der Todesstrafe gesühnt. Menschen, die Schwulen und Lesben in welcher Form auch immer helfen wollen, erwartet ebenso hohe Haftstrafen. Eltern sind gezwungen, ihre homosexuellen Kinder der Regierung zu melden, anderenfalls machen auch sie sich strafbar.

Uganda beharrt auf Hass-Gesetz

Bisher zeigte sich die Regierung des Landes gegenüber jedweder internationalen Kritik wenig beeindruckt, auch das Einfrieren der Gelder für die Entwicklungshilfe in Millionenhöhe war offenbar bisher kein Grund, die Sachlage noch einmal zu überdenken – erst im vergangenen Jahr war in Uganda eines der größten Goldvorkommen weltweit entdeckt worden. Trotzdem wollte sich die linksgerichtete Partei Economic Freedom Fighters (EFF) nicht einschüchtern lassen und rief erneut zu Protesten direkt vor der Botschaft von Uganda in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria auf. Bereits Anfang April war es erstmals zu größeren Demonstrationen gegen das Hassgesetz aus Uganda in Südafrika gekommen.

Seite an Seite gegen die Tyrannei

EFF-Oppositionsführer Julius Malema erklärte gegenüber den Demonstranten und SABC News: „Liebe Menschen von Uganda, wir stehen an eurer Seite gegen diese Tyrannei! Wir dürfen keinem Regime auf dieser Welt erlauben, Menschen nur aufgrund ihrer Identität zu töten! Früher wurden wir getötet, nur weil wir schwarz waren, heute werden Menschen getötet, weil sie Mitglied der LGBTI*-Community sind!“

Mit eindringlichen Worten forderte Malema zudem, das Gesetz sofort zu stoppen, es sei schlicht barbarisch und dumm. Wie wolle man überhaupt feststellen, ob ein Mensch schwul oder lesbisch sei, so Malema fragend weiter. Direkt an Präsident Museveni gerichtet sagte er: „Lass die Menschen sein, wie sie sind. Das ist nicht dein Problem! Es ist überhaupt kein Problem! (…) Solange die LGBTI*-Community nicht frei leben kann in Uganda, solange ist sie nirgendwo anders wirklich frei! Wir können nur alle gemeinsam frei sein, denn wir sind alle nur ein Teil eines Ganzen!“

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