Im Sommer 2018 begeisterte Gesundheitsminister Spahn mit seinem Vorschlag, das Medikament PrEP, welches mit hoher Wirksamkeit vor einer HIV-Infektion bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr schützt, an Risikogruppen kostenfrei auf Rezept zu geben.
Das Bundesland Niedersachsen fordert nun in einem Antrag an den Bundesrat, dass die kostenfreie Abgabe des Medikaments nur mit einem sogenannten Selektivvertrag möglich wäre. Dieser sieht vor, dass die Krankenkassen entsprechende Versorgungsverträge mit geeigneten Fachärzten abschließen, damit diese den hohen und einheitlichen Standards der Untersuchungen gerecht werden können.
Nicht alle Krankenkassen werden bereit sein, solche Versorgungsverträge schnell abzuschließen, so das Handelsblatt.
Die grüne Gesundheitsexpertin Kordula Schulz-Asche sieht die Gefahr, dass „die Barriere für betroffene Versicherte, sich um ein Rezept zu bemühen, erhöht würde, die Versorgung dürfe sich nicht nur auf wenige Ballungszentren beschränken“ und der bisherige Gesetzesentwurf zur Einführung von PrEP beinhalte genügend Vorgaben.
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