Direkt zum Inhalt

Neue Studie von "Just Like Us" LGBTI*-Jugendliche besonders von der Pandemie betroffen

Von km - 19.02.2021 - 13:00 Uhr
LGBTI*-Jugendliche extrem gefährdet
Foto: © Sneksy
ANZEIGE
Loading audio player...

Mehr als die Hälfte der LGBTI*-Jugendlichen machen sich täglich Sorgen um ihre psychische Gesundheit während der Pandemie und fühlen sich doppelt so häufig einsam wie ihre heterosexuellen Altersgenossen.

Die neue Studie der LGBTI*-Wohltätigkeitsorganisation Just Like Us befragte 2.934 Schüler der Sekundarstufe, wie es ihnen während der Pandemie ergeht. Die Wohltätigkeitsorganisation fand heraus, dass 55 Prozent der 11- bis 18-jährigen LGBTI*-Schüler sich täglich Sorgen um ihre psychische Gesundheit machen, im Vergleich zu nur 26 Prozent ihrer heterosexuellen Altersgenossen. Sieben von zehn (68 Prozent) der LGBTI*-Jugendlichen gaben an, dass sich ihre psychische Gesundheit während der Pandemie verschlechtert hat.

Dominic Arnall, Geschäftsführer von Just Like Us, rief Schulen dazu auf, sicherzustellen, dass LGBTI* Schüler in dieser schwierigen Zeit unterstützt werden. Er sagte, dass die Pandemie das "größte Risiko für die psychische Gesundheit von LGBTI* Jugendlichen seit dem Paragrafen 28" darstellt. Dieser verbot Gemeinden, Schulen und Kommunalbehörden die „Förderung von Homosexualität“ im Vereinten Königreich.

Arnall sagte: "Die Pandemie war eine schwierige Zeit für alle, aber unsere Forschung zeigt deutlich, dass die Auswirkungen des Coronavirus und des Lockdowns nicht gleichmäßig verteilt sind. Die "Just Like Us"-Forschung fand heraus, dass jeder vierte (25 Prozent) LGBTI*-Sekundarschüler tägliche Spannungen an seinem Wohnort erfährt. Nur 15 Prozent ihrer heterosexuellen Mitschüler gaben an, dass sie das Gleiche erleben.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

BILDCSD-Terrorist Abdul Ballout - Justiz ließ ihn vor Anschlag immer wieder laufenSüddeutsche ZeitungVeranstaltung in Garching: Fundamentalistische Hassbotschaften im BürgerhausDER STANDARDMit Troye Sivans "She’s The Best" auf der etwas anderen PartytazRazzien gegen Queers in der Türkei: Finsternis am BosporusAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Teilerfolg in der Türkei

Gesperrte Konten wieder frei

Nach internationalem Protest sind viele Instagram-Konten queerer Vereine in der Türkei wieder sichtbar – doch Aktivisten bleiben inhaftiert.
Asylrecht unter Druck

Amnesty und LSVD+ warnen

LSVD+, Amnesty und 36 Vereine fordern die Bundesregierung auf, das Asylrecht zu verteidigen und eine Aufweichung von EU-Grundrechten zu verhindern.
Amoklauf in Bayern

Neue Details zum Hintergrund

Nach dem Amoklauf von Schongau lenkt ein von Queerfeindlichkeit und Rassismus geprägtes Manifest den Blick auf versäumte Präventionsmöglichkeiten.
Nacktheit bei Heated Rivalry

Intime Dreharbeiten ohne Grenzen?

Die Hauptdarsteller von „Heated Rivalry“ waren zu kompletten Frontalnacktaufnahmen bereit. Regisseur Jacob Tierney entschied sich jedoch dagegen.
Frauen und Schwulenpornos

Besonderer Reiz für die Damenwelt

Die Hälfte des Publikums schwuler Pornos auf Pornhub ist inzwischen weiblich. Studien zeigen, warum Frauen Sex zwischen Männern so interessant finden.
Spätes Coming-Out mit 40

Saunabesuche, Sex und Politik

Der bekannte britische Radiomoderator Iain Dale spricht über Homophobie bei den Tories, sein spätes Coming-Out und sein früheres Sexleben.
Polizeieinsatz bei Halk TV

Türkei geht erneut gegen Medium vor

Nach einer Razzia bei Halk TV in der Türkei übernimmt der Staat jetzt die Kontrolle. Die Opposition kritisiert den Eingriff in die Pressefreiheit.
Social-Media-Verbot kommt

Regierung verschärft Jugendschutz

Die Bundesregierung plant strengere Social-Media-Regeln für Minderjährige. Für queere Jugendliche geht es dabei auch um wichtige Schutzräume.
Pentagon-Chef unter Druck

Kritik an US-Verteidigungsminister

Der schwule Demokrat Pete Buttigieg wirft US-Verteidigungsminister Pete Hegseth strategisches Versagen im Iran-Krieg vor und fordert seinen Rücktritt.