Direkt zum Inhalt

Neuauflage des SchwuZ? Neue Perspektiven, neue Locations

Von ms - 23.01.2026 - 08:00 Uhr
Neuauflage des SchwuZ?
Foto: IMAGO / NurPhoto
ANZEIGE
Loading audio player...

Nach der Schließung des queeren Clubs SchwuZ Ende 2025 in der Berliner Rollbergsiedlung prüfen die Verantwortlichen Möglichkeiten für einen Neustart. Für den Vereinsvorstand steht fest, dass das Aus am bisherigen Standort nicht das Ende der Institution bedeuten soll. Das SchwuZ galt einst als ältester Schwulenclub der Hauptstadt und bestand seit 1977.

Verschiedene Konzepte 

Unmittelbar nach der Schließung begannen bereits die Überlegungen zur Zukunft des Vereins. Unterstützung erhielt der Vorstand dabei auch von mehreren langjährigen Gästen, die sich aktiv einbrachten und den Fortbestand des Projekts befürworteten. Innerhalb des Vereins gibt es demnach noch unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie ein neues SchwuZ aussehen könnte. Diskutiert werden verschiedene Konzepte, die von einem klassischen Nachtclub bis hin zu einer Bar mit kleiner Tanzfläche reichen. Auch kulturelle Veranstaltungen sollen demnach Teil eines möglichen neuen Angebots sein.

Standortsuche in Berlin 

Parallel dazu laufen bereits Gespräche über konkrete Standorte. Dabei wurde unter anderem ein früherer Clubraum an der Warschauer Straße in Betracht gezogen, der sich unterhalb einer U-Bahn-Trasse befindet. Dort würde allerdings ein erheblicher Renovierungsaufwand anfallen. Zudem gilt der Raum aufgrund des Bahnverkehrs als ungeeignet für ruhigere Veranstaltungen. Auch Räumlichkeiten im Bezirk Berlin-Mitte wurden geprüft. In diesem Fall sind jedoch noch zahlreiche Fragen offen, da sich dort bislang kein Clubbetrieb befand. Entsprechende Abklärungen stehen noch aus. 

Neben der Standortsuche beschäftigen sich die Verantwortlichen auch mit grundsätzlichen Fragen zur zukünftigen Ausrichtung des Projekts. Dazu zählen Gespräche über politische Unterstützung ebenso wie Verhandlungen zur Finanzierung. Einigkeit besteht im Vorstand darüber, dass ein Fortbestand des SchwuZ angestrebt wird. Angesichts zunehmender politischer Anfeindungen und eines gesellschaftlichen Gegenwinds sehen die Verantwortlichen die Notwendigkeit eines geschützten Raums für die queere Community in Berlin als besonders dringlich an.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazJubel, Trubel, Hassverbrechen: Weitgehend friedliche Einheitsfeier in BremenFrankfurter Allgemeine ZeitungAuf dem Heimweg: Angriff auf homosexuelles Paar in BremenDER STANDARDRegenbogenbank in Berliner Tiergarten nach CSD-Anschlag erneut beschädigttazTürkisches Nachrichtenportal gesperrt: Türkei immer abgehängterAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie sollte das Abstammungsrecht für Regenbogenfamilien geregelt werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

36 Jahre Deutsche Einheit

Leben nach dem Mauerfall

Vom Mauerfall bis zur Ehe für alle: Für LGBTIQ+-Menschen brachte die deutsche Einheit neue Freiheiten – aber auch unerwartete Rückschritte.
NHL entdeckt „Heated Rivalry“

Schwule Romanze soll Fans locken

Mit der PR-Aktion „Hot for Hockey“ greift die NHL den Erfolg von „Heated Rivalry“ auf – doch die Marketingstrategie stößt bei Fans auf viel Kritik.
Tom Ford zeigt Haut

Männer-Tanga wird Luxusmode

Tom Ford macht den Männer-Tanga zum Luxus-Look: Kreativdirektor Haider Ackermann verbindet in Paris schwulen Sexappeal mit eleganter Herrenmode.
US-Basketball-Coach sagt Ja

Liebe auf den ersten Blick

US-Basketballtrainer Matt Lynch und Cody Aaron haben sich nach mehr als zwei Jahren Beziehung verlobt – die Hochzeit soll 2027 folgen.
Mehr Schutz in Bangladesch

Petition gegen Diskriminierung

Studenten und Aktivisten in Bangladesch fordern mit einer Petition besseren Schutz für LGBTIQ+-Menschen und ein Ende der Diskriminierung.
Abstimmung über die Ehe

Virginias Änderung der Verfassung

Der US-Bundesstaat Virginia stimmt darüber ab, die Ehe für Homosexuelle in seiner Landesverfassung zu schützen. Ein Schritt mit viel Symbolkraft.
Eklat in Österreich

Streit um queere Touristen

Die FPÖ will Pride- und LGBTIQ+-Themen aus Österreichs Tourismuswerbung zurückdrängen – andere Parteien widersprechen.
Am Ende des Regenbogens

Kulturkampf in den Niederlanden

Niederlands Gemeinde Oldebroek will seine LGBTIQ+-Politik abschaffen und sorgt damit landesweit für Schlagzeilen und Entsetzen in der Community.
Mord auf den Philippinen

Militär tötet queere Aktivistin

Die trans* Aktivistin Kai Sorem wurde auf den Philippinen getötet. Die bisherigen Untersuchungen legen eine Vertuschung durch das Militär nahe.