Neuauflage des SchwuZ? Neue Perspektiven, neue Locations
Nach der Schließung des queeren Clubs SchwuZ Ende 2025 in der Berliner Rollbergsiedlung prüfen die Verantwortlichen Möglichkeiten für einen Neustart. Für den Vereinsvorstand steht fest, dass das Aus am bisherigen Standort nicht das Ende der Institution bedeuten soll. Das SchwuZ galt einst als ältester Schwulenclub der Hauptstadt und bestand seit 1977.
Verschiedene Konzepte
Unmittelbar nach der Schließung begannen bereits die Überlegungen zur Zukunft des Vereins. Unterstützung erhielt der Vorstand dabei auch von mehreren langjährigen Gästen, die sich aktiv einbrachten und den Fortbestand des Projekts befürworteten. Innerhalb des Vereins gibt es demnach noch unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie ein neues SchwuZ aussehen könnte. Diskutiert werden verschiedene Konzepte, die von einem klassischen Nachtclub bis hin zu einer Bar mit kleiner Tanzfläche reichen. Auch kulturelle Veranstaltungen sollen demnach Teil eines möglichen neuen Angebots sein.
Standortsuche in Berlin
Parallel dazu laufen bereits Gespräche über konkrete Standorte. Dabei wurde unter anderem ein früherer Clubraum an der Warschauer Straße in Betracht gezogen, der sich unterhalb einer U-Bahn-Trasse befindet. Dort würde allerdings ein erheblicher Renovierungsaufwand anfallen. Zudem gilt der Raum aufgrund des Bahnverkehrs als ungeeignet für ruhigere Veranstaltungen. Auch Räumlichkeiten im Bezirk Berlin-Mitte wurden geprüft. In diesem Fall sind jedoch noch zahlreiche Fragen offen, da sich dort bislang kein Clubbetrieb befand. Entsprechende Abklärungen stehen noch aus.
Neben der Standortsuche beschäftigen sich die Verantwortlichen auch mit grundsätzlichen Fragen zur zukünftigen Ausrichtung des Projekts. Dazu zählen Gespräche über politische Unterstützung ebenso wie Verhandlungen zur Finanzierung. Einigkeit besteht im Vorstand darüber, dass ein Fortbestand des SchwuZ angestrebt wird. Angesichts zunehmender politischer Anfeindungen und eines gesellschaftlichen Gegenwinds sehen die Verantwortlichen die Notwendigkeit eines geschützten Raums für die queere Community in Berlin als besonders dringlich an.