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Neonazi-Aufmarsch beim Pride
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Neonazi-Aufmarsch beim Pride Community im US-Bundesstaat Georgia ist geschockt

ms - 09.06.2026 - 11:00 Uhr
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Eine neonazistische Gruppe hat eine Pride-Veranstaltung im US-Bundesstaat Georgia gestört und mit Nazi-Symbolen sowie homophoben Parolen für Empörung gesorgt und für viel Entsetzen und Angst innerhalb der queeren Community geführt. Die Gruppe weißer Männer in einheitlichen rot-schwarzen Outfits, von denen etwa die Hälfte Masken trug, erschienen beim Athens Pride-Fest.

Das Wichtigste im Überblick

  • Neonazistische Gruppe „Blood Tribe“ erscheint bei Pride-Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia.
  • Teilnehmer berichten von Hitlergrüßen, „Heil Hitler“-Rufen sowie rassistischen und homophoben Beleidigungen.
  • Organisatoren verurteilen den Auftritt scharf.
  • Queere Community ist unter Schock.
  • Die Gruppe wurde nicht gewalttätig, Festnahmen gab es nicht.
  • Die Polizei beobachtete die Männer während der gesamten Veranstaltung.

Hitlergruß und homophobe Rufe

Laut mehreren Videos, die in sozialen Medien verbreitet wurden, marschierten die Männer unter Buhrufen der Teilnehmer durch die Veranstaltung. In einem Video ist eine Person zu hören, die ruft: „Zeigt eure Gesichter, ihr verdammten Feiglinge.“ In einem weiteren Video, das dem Sender Atlanta First News vorliegt, zeigen die Männer den Hitlergruß. Pride-Teilnehmer berichteten dem Sender zudem, die Gruppe habe „Heil Hitler“ gerufen sowie rassistische und homophobe Beschimpfungen ausgestoßen.

Die Organisatoren der Pride-Veranstaltung verurteilten den Auftritt der Gruppe scharf. „Athens Pride und das Queer Collective verurteilen die Personen, die während des Pride-Fest Nazi-Symbole gezeigt und Hassparolen gerufen haben, unmissverständlich“, heißt es in einer an Medien verteilten Erklärung. „Ihr Auftreten sollte einschüchtern, spalten und Angst verbreiten. Es ist ihnen jedoch nicht gelungen, den überwältigenden Geist von Freude, Solidarität und Liebe zu überschatten, der unsere Gemeinschaftsfeier geprägt hat.“

Bekannte Hass-Gruppe in den USA

Die Beobachtungsorganisation Stop-Antisemitism identifizierte die Gruppe als Blood Tribe, eine neonazistische Organisation, die von Christopher Pohlhaus gegründet wurde. Die Gruppe ist in den vergangenen Jahren bei Veranstaltungen im ganzen Land aufgetreten. „Pohlhaus, ein ehemaliger Einwohner des Bundesstaates Maine und Tätowierer, hat sich offen mit bekannten Extremisten umgeben“, heißt es in einem Beitrag von Stop-Antisemitism auf X. Das Symbol der Blood Tribe ist ein roter Blutstropfen auf schwarzem Hintergrund – ähnlich der Farbgebung der Kleidung, die die Männer bei der Pride-Veranstaltung trugen. Auch Pohlhaus selbst tritt häufig in formellen rot-schwarzen Anzügen auf. Nach Angaben der Anti-Defamation League verehrt die weiße suprematistische Gruppe Adolf Hitler als eine Art Gottheit. 

Keine Gewalteskalation 

Die Gruppe wurde bei der Veranstaltung in Athens nicht gewalttätig, Festnahmen gab es nicht, sagte ein Organisator gegenüber Atlanta First News. Der Auftritt dauerte nur kurze Zeit. Die Männer verließen die Parade wieder, nachdem Verantwortliche von Athens Pride ein sogenanntes „Hater-Blocker“-Banner eingesetzt hatten, um der Gruppe die Sicht zu versperren, berichtete CBS News. Die Polizei des Athens-Clarke County teilte Medien zufolge mit, Beamte hätten die Männer während der gesamten Veranstaltung beobachtet. Den Organisatoren zufolge blieb die Störung letztlich von kurzer Dauer. „Sie haben die Stimmung bei der Parade kurzzeitig beeinträchtigt“, sagte Elliot Williamson, Geschäftsführer von Athens Pride und dem Queer Collective. „Aber insgesamt bin ich stolz darauf, wie unsere Gemeinschaft mit der Situation umgegangen ist.“ Online kündigten einige Mitglieder der Gruppe allerdings offenbar an, weitere Pride-Events in den USA stören zu wollen. 

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