Direkt zum Inhalt

Mormonische Sexualtherapeutin vorgeladen Kritik an Überzeugungen und Ansichten gegenüber sexueller Gesundheit

Von tr - 19.04.2021 - 13:00 Uhr
Mormonische Sexualtherapeutin vorgeladen // © facebook.com/natasha.h.parker.5
Foto: Mormonische Sexualtherapeutin vorgeladen // © facebook.com/natasha.h.parker.5
ANZEIGE
Loading audio player...

Die mormonische Sexualtherapeutin Natasha Helfer soll aus dem Glauben ausgeschlossen werden, da sie LGBTI* unterstützt. Dabei vertritt sie wissenschaftlich belegte Ansichten über Pornos und Selbstbefriedigung. In der Religion gibt es nur wenige Menschen in ihrem Beruf. Fürsprecherinnen für LGBTI* und deren sexuelle Gesundheit sind noch seltener.

Die Vorwürfe

Seit über zwanzig Jahren ist Helfer als Sexualtherapeutin tätig und wurde jetzt vom mormonischen Mitgliedsrat um Erscheinen gebeten. Dieser bemängelte unter anderem ihre Unterstützung für die gleichgeschlechtliche Ehe und ihre Meinung, dass Masturbation keine Sünde sei, sondern zur normalen Entwicklung der Sexualität gehöre. Man unterstellte ihr in einem Brief außerdem, dass sie andere Personen ermutige, aus der Kirche auszutreten.

Briefe an die Kirchenleitung

Den letzten Punkt der Vorwürfe streitet Helfer ab, zu ihren Überzeugungen in Sachen Sexualität steht sie. Dabei vertritt sie die Ansicht, dass übertriebene sexuelle Scham und Ablehnung den Leuten schadet, statt hilft. Das kann sich beispielsweise in Diskriminierung und Gewalt äußern, gegen sich selbst oder andere. Akzeptanz ist ein wichtiger Punkt für die seelische Gesundheit. Die Therapeutin bat die Kirchengemeindemitglieder, die von diesen Themen betroffen sind, vor der Mitgliedsversammlung Briefe an die Kirchenleitung zu senden. Das Treffen fand gestern (Sonntag, der 18. April 2021) statt, berichteten die PinkNews.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER STANDARDWegen lockerer Maskenpflicht: Wie eine Lesben-Bar in einen "woken Shitstorm" gerietBR24Wasserzeichen in ChatGPT-Texten: Das sollten Sie beachtenDER STANDARDMareike Fallwickl: "Ein Frauenleben ist auch ohne Männer sehr erfüllt"DER SPIEGELFitness: Queere Körperideale - »Jetzt werde ich auch einer von denen«Alle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Pionier Donald Webster Cory

Vom Vorkämpfer zur Reizfigur

Ein neuer Dokumentarfilm beleuchtet Donald Webster Cory, der die frühe US-Schwulenbewegung prägte und später mit seinen Ansichten empörte.
Flucht vor Todesdrohungen

Aktivisten erreichen Spanien

Zwei schwule LGBTIQ+-Aktivisten aus Sierra Leone sind nach ihrer Flucht in Spanien angekommen. Sie berichten von massiven Todesdrohungen.
Trump verspottet Aktivisten

„Gays for Palestine“ im Visier

Donald Trump verspottet „Gays for Palestine“ und deutet an, queere Aktivisten würden von einer Reise in die Region nicht zurückkehren.
Trauer um Hélène Hazera

Ein Leben voller Kämpfe

Die französische Journalistin, trans* Aktivistin und Vorkämpferin der Community Hélène Hazera ist am Montag mit 74 Jahren gestorben.
Basler warnt vor Coming-Out

Homosexualität bleibt Tabuthema

Mario Basler hält ein Coming-Out im Profifußball weiterhin für kaum möglich und warnt vor massiven Anfeindungen gegen schwule Spieler.
Trauer um Mad Sandhu

Influencer in Indien erschossen

Der schwule Influencer Mad Sandhu ist in Indien auf offener Straße erschossen worden. Ermittler prüfen jetzt, ob der Angriff gezielt geplant war.
Kritik an Russland

LGBTIQ+-Betroffene ohne Urteil

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat fast 900 Beschwerden gegen Russland gestrichen, viele davon von LGBTIQ+-Personen.
Forderung nach Sexkaufverbot

Streit um das Nordische Modell

Bayerns Sozialministerin Scharf will Freier bestrafen – Fachverbände warnen dagegen vor mehr Illegalität und Gefahren für Sexarbeiter.
Warnung vor CSD-Angriffen

Verfassungsschutz betont Gefahren

Queerfeindliche Gewalt von rechts und Russlands Vorgehen alarmieren die deutschen Nachrichtendienste, so Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen.