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Mit Respekt online! Wie können wir besser in der digitalen Welt miteinander umgehen?

Von ms - 20.12.2022 - 15:00 Uhr
Mit Respekt online!
Foto: iStock / FG Trade
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Je nachdem, in welcher Bubble man digital gerade steckt, kann einem die LGBTI*-Welt durchaus einmal wie ein Schlachtfeld vorkommen, gerade auf Twitter steigt die Zahl die Hass-Postings gegenüber LGBTI*-Menschen seit der Übernahme von Elon Musk offensichtlich rapide an, wie eine erste britische Studie festgehalten hat.

Respekt und Sachlichkeit

Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland fordert deswegen jetzt Richtlinien, wie wir gerade auch innerhalb der Community besser miteinander umgehen können. Respekt ist dabei das wichtigste Wort mit Blick auf Social Media: „Wir wollen hier in einem respektvollen Miteinander Menschenrechte voranbringen und dafür sorgen, dass LSBTIQ* als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden“, so der LSVD. Dazu sei ein respektvoller und fairer Umgang das Wichtigste für einen angenehmen Austausch zwischen allen. „Auch wenn einige Themen emotional sein können, bitten wir Euch, sachlich und fair zu kommentieren. Unterlasst persönliche Angriffe gegen einzelne User“, so der LSVD weiter.  

Kein Platz für Feindlichkeit

Es sei zudem wichtig, gemeinsam für Sichtbarkeit und Sicherheit im bunten, digitalen Raum zu sorgen und LGBTI*-Feindlichkeit wie aber auch anderen Anfeindungsvarianten von Sexismus bis zum Body-Shaming klar entgegen zu treten. Zudem sollte sich jeder deutlich aber sachlich gegen Beleidigungen oder Fake News positionieren. Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt seien außerdem die Grundvoraussetzungen für jedwede Kommentare.

Was ist Kritik, was ist Hetze?

Auf den eigenen Kanälen macht der LSVD dabei laut Eigenaussage Gebrauch von seinem Hausrecht, demokratiefeindliche Aussagen, Parteien oder Organisationen auch zu löschen oder zu sperren. Immer wieder kam in den letzten Monaten allgemein aber auch Kritik darüber auf, dass viele queere Plattformen Kommentatoren bereits schon dann löschen würden, wenn nur kritisch hinterfragt würde, beispielsweise bei neuen Gesetzesvorhaben wie dem Selbstbestimmungsgesetz. Genau diese Definition, wann eine Aussage oder eine Frage kritisch fundiert oder bereits LGBTI*-feindlich sei, führt bis heute nicht selten zu erneuten Unstimmigkeiten – eine Klärung hier scheint indes noch nicht in Sicht.

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