Menschenrechte auf dem Prüfstand LGBTQ*-feindliche Kommission forscht nach
Trump hat eine neue Kommission einberufen, welche die unveräußerlichen Rechte des Menschen, die seit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948 bestehen, kritisch nachprüfen soll. Bestückt ist die Kommission jedoch ausschließlich mit bekannten Anti-LGBTQ*-Aktivisten und -Akademikern. Den Vorsitz hat die ehemalige US-Botschafterin im Vatikan Mary Ann Glendon – eine erzkonservative Rechtsprofessorin, die sich vehement gegen eine Erweiterung der Abtreibungsrechte und die Gleichstellung der Ehe einsetzt.
Laut Staatssekretär Mike Pompeo werde der Fokus dabei auf der Naturrechtslehre liegen. Diese philosophische Lehre besagt, dass die Normen, Regeln und Rechte des Menschen in seiner Natur begründet liegen. Die menschliche Natur gilt dabei meist als gottgegeben – das heißt, dass universelle Aussagen durch das Studieren religiöser Texte oder eines imaginären „natürlichen Zustands“ zu finden sind. Es wird oft als Mittel eingesetzt, um gegen die Rechte von Frauen und LGBTQ*-Personen zu argumentieren.