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Mehr Einsatz für LGBTI* Wales will LGBTI*-freundlichstes Land in Europa werden

Von ms - 07.02.2023 - 10:30 Uhr
Mehr Einsatz für LGBTI*
Foto: iStock / jax10289
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Die walisische Regierung will 2023 mit einem ganzen Maßnahmenkatalog das Leben von LGBTI*-Menschen verbessern – anders als in Schottland ist den Parlamentariern in Wales wichtig, die britische Regierung bereits vorab einzubinden, sodass es nicht zu einem Veto wie im Falle des schottischen Selbstbestimmungsgesetzes kommen wird.

Verbot von Konversionstherapien

Der Maßnahmenkatalog wurde in diesen Tagen bereits an die britische Regierung mit der Bitte um eine Stellungnahme übermittelt. Ein Kernaspekt dabei ist, die Konversionstherapien für Homosexuelle und Trans-Menschen komplett zu verbieten. Nach einem mehrjährigen Zick-Zack-Kurs hatte auch die neue britische Regierung unter Premierminister Rishi Sunak ein solches Gesetzvorhaben für LGBT-Menschen schlussendlich im Januar angekündigt. Ebenso angedacht ist ein neues System zur Selbstbestimmung des Geschlechts, das dem schottischen Vorhaben in einigen Punkten ähnlich sein soll. Zudem gedenkt die walisische Regierung, möglicherweise eine Anerkennung für nicht-binäre Menschen in Pässen und Führerscheinen einzuführen.

Viel Platz für viele LGBTI*-Rechte in Wales

Bildung und Mutterschaft

Weitere Aspekte sehen einen Aktionsplan im Bildungsbereich vor, der Leitlinien im Umgang mit LGBTI*-Menschen festlegen soll. Ebenso möchte die Regierung in Wales gesetzlich sicherstellen, dass Mutterschaftsdienste sowie Kinderwunsch-Kliniken für LGBTI* Personen künftig zugänglich und einfach zu nutzen sind. Die stellvertretende Sozialministerin Hannah Blythyn sagte: "Der Plan ist ehrgeizig, aber mit Hoffnung im Herzen. Wir sind fest entschlossen, sinnvolle Veränderungen für die LGBTI*-Community herbeizuführen und eine Gesellschaft und ein Land zu schaffen, in dem LGBTI*-Personen sicher sind, authentisch, offen und frei wie wir selbst zu leben und zu lieben."

Konkretes Engagement für LGBTI*

Davinia Green, Direktorin der walisischen LGBTI*-Organisation Stonewall Cymru, erklärte: "Mir liegt sehr viel daran, dass die Menschen nicht selbstgefällig werden. Ein Aktionsplan ist großartig, er enthält einige wirklich wichtige und klare Verpflichtungen, aber wir wollen, dass er auch umgesetzt wird.“ Und ihr Kollege, Adam Price, Vorsitzender von Plaid Cymru, fügte hinzu: "Das bedeutet, dass wir Veränderungen für jeden in der Gesellschaft herbeiführen müssen, und wir sind stolz darauf, mit der walisischen Regierung an unserem gemeinsamen Ziel zu arbeiten, Wales zum LGBTI*-freundlichsten Land in Europa zu machen. Dieser Plan zeigt unser konkretes Engagement, dies zu erreichen.“

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