Liebe gewinnt Bundesweite Protestaktion segnet homosexuelle Paare
Am 15. März gab es ein klares „Nein“ vom Vatikan, was die Segnung von homosexuellen Paaren betrifft. Ein Schlag ins Gesicht für viele homosexuelle Katholiken, die sich in ihrem Glauben nicht akzeptiert fühlen. Unter dem Motto #liebegewinnt gibt es nun bundesweit Segnungsgottesdienste, die speziell an homosexuelle Paare gerichtet ist. Ein wichtiges und hilfreiches pastorales Zeichen, dass betroffenen Würde und Akzeptanz wieder zurückgibt.
„Für viele christliche Lesben und Schwule ist es existenziell wichtig, um Gottes Segen für ihren gemeinsamen Lebensweg zu bitten.“, erklärt Veronika Gräwe, Sprecherin des Katholischen LSBT+ Komitees. „Deshalb sind solche gut begründeten Gottesdienstfeiern der weiterführende Weg und die Form der Seelsorge, die jetzt dringend angezeigt sind.“ Niemand soll sich davon durch die unfairen Störfeuer aus dem Vatikan entmutigen oder gar abbringen lassen.
Das Katholische LSBT+Komitee sieht sich in Übereinstimmung mit der Haltung des Aachener Bischofs Dr. Helmut Dieser, der Vorsitzender des Synodalforums IV ist. Er hatte betont, dass bei Segnungsanfragen gleichgeschlechtlicher Paare die Seelsorgerinnen und Seelsorger ihrem Gewissen verpflichtet seien und er alle pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bitte, sich in dieser Frage nicht gegenseitig unter Druck zu setzen und das Anliegen weder zu politisieren noch zu polemisieren.
Es gibt allerdings aus Kircheninterne Kritik. Die Deutsche Bischofskonferenz kritisierte die Aktion. Vorsitzender Georg Bätzing betonte zwar, dass er grundsätzlich nichts gegen solche Segnungen habe, sie aber „nicht als Instrument für kirchenpolitische Manifestationen oder Protestaktionen geeignet“ sind.