Direkt zum Inhalt
LGBTIQ+ auf St. Lucia
ANZEIGE

LGBTIQ+ auf St. Lucia Wachsende Akzeptanz gegenüber der Community

ms - 09.12.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Nachdem im Karibikstaat St. Lucia Homosexualität mit Hilfe des Obersten Gerichtshofes in diesem Jahr entkriminalisiert wurde, setzen sich seitdem die Fortschritte in Sachen LGBTIQ+-Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz weiter fort. Bei der jüngsten Wahl konnte die regierende Labour Party die Opposition, die United Workers Party, deutlich schlagen. Letztere hatte im Wahlkampf eine Anti-LGBTIQ+-Kampagne geführt.

Hasskampagne abgestraft

Rob Salerno von der heimischen Organisation LGBTQ Global erklärte dazu: „Auch wenn die Labour Party keine besonders starken LGBTIQ+-Verbündeten sind, waren sie besser als die United Workers Party, die eine explizit Anti-LGBTIQ+-‚Familienwerte‘-Kampagne führte. Diese wurden nun mit ihrer bisher größten Niederlage bestraft.“ Zudem bekräftigt der Aktivist weiter: „Eine positive Sache über Labour: Als die Gerichte in diesem Jahr die Sodomie-Gesetze in St. Lucia aufhoben, akzeptierte die Regierung die Entscheidung, was dem Land jahrelange Berufungsverfahren ersparte.“

Die Wahlergebnisse setzen den Fortschritt fort, den St. Lucia in den vergangenen Jahren gemacht hat. In seinem Länderprofil stellt inzwischen auch Outright International fest: „Die Sichtbarkeit und das Engagement von LGBTIQ+-Personen haben im letzten Jahrzehnt zugenommen, auch wenn einige christliche Gruppen weiterhin gegen die Menschenrechte von LGBTIQ+-Personen kämpfen. Die Darstellung in den Medien ist gemischt, aber es gibt zunehmend neutrale, neugierige und sogar positive Berichterstattung.“ 

Höheres Sicherheitsgefühl in der Community 

Und weiter: „Besonders hervorzuheben sind die sozialen Schutzmaßnahmen für LGBTIQ+-Personen. 2022 wurde ein neues Gesetz gegen häusliche Gewalt verabschiedet, das geschlechtsneutrale Sprache verwendet und es Personen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen erlaubt, Schutzanordnungen zu beantragen und Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen. Dieses Gesetz ist die fortschrittlichste und inklusivste Regelung zum Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt in der englischsprachigen Karibik.“ 

Im Zusammenhang mit dem St. Lucia Pride 2024 hob zuvor bereits auch die queere Organisation „758 Pride“ gegenüber der St. Lucia Times die „wachsende Akzeptanz von LGBTIQ+“ hervor. Gründerin Jessica St. Rose: „Wir erkennen an, dass St. Lucia noch einen langen Weg zur vollständigen Akzeptanz vor sich hat, aber es wurden bereits bedeutende Fortschritte erzielt. Unsere Community-Mitglieder fühlen sich jetzt einigermaßen sicher. Wir sehen viele unserer Mitglieder, die sich nun in öffentliche Räume wagen, auf Straßenpartys in Gros Islet gehen und sich frei ausdrücken. Sie besuchen den Karneval und sind währenddessen sehr ausdrucksstark.“ Der Wahlsieg der Labour Party wird von weiteren internationalen Beobachtern als Zeichen dafür gewertet, dass die queere Community auf St. Lucia langsam mehr gesellschaftliche Anerkennung erfährt, auch wenn Herausforderungen weiterhin bestehen.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heated Rivalry kehrt zurück

Staffel 2-Drehstart steht bevor

Connor Storrie und Hudson Williams stimmen Fans mit einem gemeinsamen Auftritt in Toronto auf die zweite Staffel von „Heated Rivalry“ ein.
Überraschung bei Heartstopper

Gelöschte Sex-Szenen enthüllt

Die „Heartstopper“-Stars verrieten jetzt: Netflix strich den Großteil der gedrehten Sex-Szenen aus dem Abschlussfilm, einiges sei wie "Porno" gewesen.
Autor Benjamin Alire Sáenz

Abschied von einem Erzähler

Der Schriftsteller Benjamin Alire Sáenz, bekannt für „Aristoteles und Dante“, ist im Alter von 71 Jahren gestorben.
Dritte Festnahme von Drake Von

Pornostar wird abermals inhaftiert

Adultdarsteller Drake Von ist jetzt zum dritten Mal in diesem Jahr festgenommen worden. Gegen ihn laufen inzwischen mehrere Strafverfahren.
Haft wegen Regenbogen-Shirt

Russland verschärft Repressionen

Ein russischer Kommunalwahlkandidat muss wegen eines Regenbogen-T-Shirts zehn Tage in Haft und darf nicht mehr kandidieren.
KI-Brillen sorgen für Kritik

Warnung vor Überwachungsrisiko

KI-Brillen von Meta könnten laut Kritikern neue Formen staatlicher Überwachung ermöglichen und besonders Minderheiten wie LGBTIQ+ gefährden.
Rätselhafter Tod in Dublin

Leiche in Recyclinganlage entdeckt

Ein obdachloser schwuler Mann wurde tot in einer Müllanlage in Dublin gefunden. Die Polizei schließt ein mögliches Verbrechen nicht aus.
Hardcore in Österreich

Alterscheck für alle Pornoseiten

Österreich plant ab 2027 verpflichtende Alterskontrollen für Pornoseiten. Kritiker warnen vor Risiken für Datenschutz und Anonymität.
Uni-Rauswurf in Nigeria

Schwule Studenten exmatrikuliert

Eine nigerianische Universität hat jetzt zwei männliche Studenten wegen einer homosexuellen Beziehung von der Hochschule geworfen.